EU-Bericht zu Beschäftigung lobt Österreich: Krisenfester als andere

Länder mit hochwertigen Arbeitsplätzen, einem wirksamen Sozialschutz und Investitionen in das Humankapital sind besser für Wirtschaftskrisen gerüstet als andere. Zu diesem Ergebnis kommt ein Bericht, der von EU-Sozialkommissarin Marianne Thyssen am Donnerstag in Brüssel vorgestellt wurde. Der Report lobt Österreich, das derzeit mit 4,9 Prozent die niedrigste Arbeitslosenrate in der EU hat.

Der Bericht zeige, dass einige EU-Staaten viel resistenter gegen den wirtschaftlichen Schock waren als andere, sagte Thyssen. "Länder mit offeneren und weniger fragmentierten Arbeitsmärkten wie Dänemark, Österreich, Schweden, die Niederlande sind diejenigen, die eine größere Widerstandskraft gegen die Krise gezeigt haben." Diese Länder würden Kurzarbeit besser ausnutzen und mehr in lebenslanges Lernen investieren. Besonders hervorgehoben wird in dem Bericht auch die Rolle Österreichs bei der Bekämpfung der Jugendarbeitslosigkeit durch das System der dualen Ausbildung.

Der Bericht zeige zudem, dass die wirtschaftliche Erholung in der EU noch zu schwach sei, sagte Thyssen. Die Arbeitslosigkeit sei zwar 2014 zurückgegangen, bleibe aber mit EU-weit 10,0 Prozent zu hoch. In der Wirtschafts- und Finanzkrise seien zwischen 2008 und 2013 nicht weniger als 6,7 Millionen Jobs vernichtet worden, sagte die EU-Kommissarin. "Das sind natürlich zu viele, um das in einem Jahr wieder gut zu machen."

Die Schaffung neuer Arbeitsplätze schreite in der EU zu langsam voran, sagte die EU-Kommissarin. Die Beschäftigungsrate in der EU liege derzeit bei 68,3 Prozent. "Es ist klar, dass eine konzertierte Aktion notwendig ist, um das EU2020-Ziel von 75 Prozent zu erreichen." Die EU-Kommission konzentriere sich auf die Schaffung neuer Jobs und wolle auch mehr Menschen in die Beschäftigung bringen. Der Bericht zeige, dass dazu Strukturreformen nötig seien, etwa Arbeit weniger zu besteuern. Auch der EU-Investitionsplan in Höhe von 315 Mrd. Euro soll zur Schaffung neuer Arbeitsplätze beitragen, sagte die Kommissarin.

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Kundl/Langkampfen/Basel (APA) - Der Novartis-Konzern investiert 200 Mio. Euro in die beiden Produktionsstandorte im Tiroler Schaftenau und in Kundl (beide Bezirk Kufstein). Dies gab das Unternehmen am Donnerstag bekannt. Daniel Palmacci, Leiter der Novartis Produktionsbetriebe in Österreich, bezeichnete dies als "ein starkes Bekenntnis" der Zentrale in Basel in die Kompetenz und Qualität der Standorte in Tirol.
 

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Novartis investiert 200 Mio. Euro in Tiroler Standorte