EU-Behörde für Deckelung von Banken-Engagements in Staatsbonds

Die neue EU-Behörde zur Abwicklung maroder Banken macht sich für eine Deckelung des Engagements der Geldhäuser in Staatsanleihen stark. Es gebe keine Anlageklasse, die risikofrei sei, sagte SRB-Chefin Elke König am Dienstag im EU-Parlament in Brüssel. "Grenzen zu setzen für das Engagement in eine einzelne Gegenpartei, Staaten eingeschlossen, macht absolut Sinn," sagte sie.

Bisher müssen Banken für Staatsanleihen in ihrem Investment-Portfolio kein Kapital hinterlegen, da sie als risikofrei gelten. Auch gibt es keine Obergrenze, wie viel Kredit ein Geldhaus einem einzelnen Land gewähren darf.

Die Diskussion um eine Neubewertung von Staatsanleihen in den Kapitalvorschriften für Banken läuft schon seit einiger Zeit. Wegen der Erfahrungen aus der Euro-Schuldenkrise wird die Bewertung solcher Schuldtitel als risikofrei immer kritischer gesehen. Länder wie Griechenland konnten von ihren EU-Partnern nur mit Milliarden an Hilfsgeldern vor dem finanziellen Zusammenbruch gerettet werden. Die oberste Bankenaufseherin der Europäischen Zentralbank (EZB), Daniele Nouy, hatte dafür plädiert, das Engagement von Banken in Anleihen eines Landes auf 25 Prozent des Eigenkapitals zu begrenzen.

Peking (APA/Reuters) - China will seine Bankenbranche weiter für ausländische Institute öffnen. Sie sollten mehr Spielraum erhalten, sagte der Chef der Bankenaufsicht (CBRC), Guo Shuqing, anlässlich des derzeit in Peking stattfindenden KP-Parteikongresses. Das beträfe unter anderem die Höhe der Anteile, die sie an chinesischen Geldhäusern halten dürften.
 

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China will Ausländern Zugang zum Bankensektor erleichtern

Zürich (APA/Reuters) - Die schweren Wirbelstürme in den USA und der Karibik kommen die Zurich Insurance Group teuer zu stehen. Die Zahlungen für die Schäden durch "Harvey", "Irma" und "Maria" werden nach Abzug der Rückversicherungsdeckung und vor Steuern mit rund 700 Mio. Dollar (595,8 Mio. Euro) zu Buche schlagen, wie der Versicherungskonzern am Donnerstag mitteilte. Nach Steuern dürfte die Belastung etwa 620 Mio. Dollar betragen.
 

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Hurrikan-Serie kostet Versicherer Zurich 700 Mio. Dollar

Wien (APA) - Die scheidende Regierung hinterlässt eine etwas besser als erwartete Budgetbilanz. Das geht aus der Finanzplanung für das kommende Jahr hervor, die Finanzminister Hans Jörg Schelling (ÖVP) nach Brüssel geschickt hat. Das eigentlich im Oktober fällige Jahresbudget 2018 hat Schelling wegen der Neuwahl nicht mehr vorgelegt und stellt den EU-Partnern ein Nachziehen bis spätestens im April in Aussicht.
 

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Budget: Scheidende Regierung hinterlässt geringeres Defizit