EU-Befürworter in Großbritannien hauchdünn in Führung

Das Lager der EU-Befürworter in Großbritannien hat Umfragen zufolge leicht an Zustimmung verloren, behauptet aber vor der "Brexit-Abstimmung" am 23. Juni einen hauchdünnen Vorsprung. Die am Mittwoch veröffentlichten Wählerbefragungen der Institute ICM und YouGov sahen die EU-Befürworter jeweils mit einem Prozentpunkt vor den EU-Gegnern. In der EU-Frage ist Großbritannien auch regional gespalten: In Schottland liegen die EU-Befürworter klar vorn.

In der YouGov-Umfrage gaben 39 Prozent der zwischen dem 29. März und dem 04. April befragten Wähler an, sie unterstützten einen Verbleib des Landes in der EU. 38 Prozent wollen mit Nein stimmen, 23 Prozent sind unentschlossen oder wollen nicht an der Volksbefragung teilnehmen. Damit haben die Befürworter gegenüber der vorherigen YouGov-Befragung einen Prozentpunkt verloren.

In der ICM-Umfrage unter 2000 Personen zwischen dem 01. April und dem 03. April gaben 44 Prozent an, mit Ja zu stimmen und 43 Prozent mit Nein. Auch hier verloren die EU-Befürworter einen Prozentpunkt. 13 Prozent sind demnach noch unentschlossen.

Eine weitere Umfrage von TNS ergab in Schottland eine deutliche Mehrheit von 51 Prozent für die EU-Mitgliedschaft. 19 Prozent der Schotten wollen demnach mit Nein stimmen. 29 Prozent haben sich noch nicht entschieden, welchem Lager sie ihre Stimme geben wollen. Die separatistische Scottish National Party (SNP) hat erklärt, sollte sich eine Mehrheit der Briten gegen die EU-Mitgliedschaft aussprechen, die Schotten aber dafür, könnte dies zu einem neuen schottischen Unabhängigkeitsreferendum führen.

Frankfurt (APA/Reuters) - Die Europäische Zentralbank (EZB) erwartet frühestens in rund einem Jahr die nächste Zinserhöhung. Der Leitzins liegt derzeit auf dem Rekordtief von 0,0 Prozent und soll nach den Worten von EZB-Präsident Mario Draghi noch "über den Sommer" 2019 hinaus auf diesem Niveau bleiben.
 

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Draghi: EZB-Zinsen bleiben über Sommer 2019 hinaus auf Rekordtief

München (APA/Reuters) - Siemens baut in der angeschlagenen Kraftwerks-Sparte in Deutschland 500 Arbeitsplätze weniger ab als geplant. Das ist das Ergebnis der monatelangen Verhandlungen mit der IG Metall und dem Betriebsrat, wie der Münchner Industriekonzern am Montag verkündete.
 

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Siemens baut in Deutschland 2.900 Stellen ab

Berlin/Palo Alto (Kalifornien) (APA/dpa) - Industrie-Unternehmen in Europa haben die Bedeutung Künstlicher Intelligenz als einen maßgeblichen Schlüssel-Faktor für ihren künftigen Erfolg erkannt. Im Schnitt erwarten die Unternehmen dadurch Umsatzzuwächse von 11,6 Prozent bis 2030, geht aus einer Studie hervor, die von Hewlett Packard Enterprise (HPE) und den Ausrichtern der Konferenz Industry of Things World in Berlin durchgeführt wurde.
 

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Studie: Industrie sieht Künstliche Intelligenz als Schlüssel-Faktor