EU hilft Bauern wegen russischer Sanktionen mit neuem Millionenpaket

Brüssel (APA/AFP) - Die EU hat neue Hilfen von bis zu 165 Mio. Euro für europäische Obst- und Gemüsebauern angekündigt, die unter den von Russland verhängten Sanktionen leiden. Die neuen Hilfen erstrecken sich erstmals auch auf Orangen, Mandarinen und Clementinen, wie die Europäische Kommission am Montagabend in Brüssel mitteilte.

Vor allem Länder wie Italien und Griechenland hatten sich vor der Ernte der Südfrüchte um das neue EU-Programm bemüht. Für verschiedene Kohlsorten, Pilze und Beeren können dieses Mal dagegen außer in Ausnahmefällen keine Subventionen mehr beantragt werden.

Dank der Zuschüsse kann überschüssige verderbliche Ware, die ansonsten nach Russland exportiert worden wäre, vom Markt zurückgenommen und kostenlos verteilt werden, erklärte die Kommission. Die EU unterstützt auch die Kompostierung und sonstige Verwertung der Lebensmittel. Auch wenn sie die Früchte überhaupt nicht ernten, können Bauern mit Unterstützung aus Brüssel rechnen.

Russland hatte als Reaktion auf Strafmaßnahmen der EU im Zusammenhang mit dem Ukraine-Konflikt die Einfuhr von Fleisch, Fisch, Obst, Gemüse und Milchprodukten aus EU-Staaten sowie aus weiteren westlichen Ländern verboten. Die EU legte daraufhin mehrere Hilfsprogramme für betroffene Landwirte, aber auch Molkereien und Fischer auf. Allerdings gab es Probleme beim ersten Subventionspaket für Obst- und Gemüse wie auch bei den Hilfen für Käsehersteller. Wegen vieler fragwürdiger Anträge wurden diese Programme im September nacheinander ausgesetzt.

Das jetzt beschlossene zweite Gemüsepaket soll Missbrauch der öffentlichen Gelder besser ausschließen. Es sei genauer auf die Marktsituation zugeschnitten, versicherte die Kommission. Zu diesem Zweck bilanzierte die Behörde nach eigenen Angaben die Ausfuhren der vergangenen drei Jahre. Auf dieser Grundlage sei dann entschieden worden, für welche Waren in welcher Menge überhaupt Subventionen beantragt werden dürfen.

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Kundl/Langkampfen/Basel (APA) - Der Novartis-Konzern investiert 200 Mio. Euro in die beiden Produktionsstandorte im Tiroler Schaftenau und in Kundl (beide Bezirk Kufstein). Dies gab das Unternehmen am Donnerstag bekannt. Daniel Palmacci, Leiter der Novartis Produktionsbetriebe in Österreich, bezeichnete dies als "ein starkes Bekenntnis" der Zentrale in Basel in die Kompetenz und Qualität der Standorte in Tirol.
 

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Novartis investiert 200 Mio. Euro in Tiroler Standorte