EU öffnet Bahnverkehr für europaweiten Wettbewerb

Bahnreisende in Europa werden künftig voraussichtlich mehr Anbieter zur Auswahl haben. Unterhändler der EU-Staaten und des Europaparlaments haben sich am Dienstagabend auf ein Gesetzespaket geeinigt, das für eine stärkere Öffnung der nationalen Märkte sorgen soll.

Im Fokus steht der nationale Personenverkehr. Der Gütertransport auf der Schiene ist bereits liberalisiert. Die EU-Staaten und das Europaparlament müssen der Einigung noch formal zustimmen.
Bei der Vergabe öffentlicher Aufträge im öffentlichen Personenverkehr sollen europaweite Ausschreibungen ab 2023 die Regel sein. Derzeit sei die Direktvergabe die Norm, erklärte der niederländische Abgeordnete Wim van de Camp (EVP), der für das Parlament mitverhandelte. Ausnahmen sollen aber auch weiterhin möglich sein, falls Kriterien wie Qualität und Pünktlichkeit erfüllt sind.
Passagiere können nach Darstellung der EU-Kommission darauf hoffen, dass der verstärkte Wettbewerbsdruck zu effizienteren, günstigeren und nutzerfreundlichen Angeboten führt. Van de Camp erklärte, die Vereinbarung werde dafür sorgen, "dass der Bahnverkehr in Zukunft ein attraktives Transportmittel bleibt".
Der verkehrspolitische Sprecher der sozialdemokratischen S&D-Fraktion im Europaparlament, Ismail Ertug (SPD), bezeichnete das Verhandlungsergebnis hingegen als inakzeptabel: "Die Interessen der Arbeitnehmer werden nicht ausreichend berücksichtigt." Er kritisierte insbesondere, dass Personal bei einem Wechsel des Betreibers nicht übernommen werden müsse.

Los Gatos (APA/Reuters) - Das Filmportal Netflix hat mit seinen Abonnentenzahlen die Märkte enttäuscht und seine Aktien auf Talfahrt geschickt. Der mit Produktionen wie "House of Cards" oder "Orange is the new black" bekannte Streamingdienst gewann nach eigenen Angaben vom Montag im zweiten Quartal auf dem US-Heimatmarkt 670.000 neue Nutzer hinzu, international waren es 4,47 Millionen.
 

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Filmportal Netflix enttäuscht - Aktie auf Talfahrt

Wien (APA) - Bei der Telekom Austria ist das Nettoergebnis im 2. Quartal wie erwartet durch eine Markenwert-Abschreibung von 112,5 Mio. auf 58,0 Mio. Euro gedrückt worden. Ohne diesen Effekt im Ausmaß von 72,4 Mio. Euro wäre das Nettoergebnis um 15,9 Prozent gestiegen.
 

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Telekom Austria: Abschreibung drückte Ergebnis im 2. Quartal

Washington (APA/Reuters) - US-Notenbankchef Jerome Powell sieht die US-Wirtschaft trotz der Gefahr eines ausufernden Handelsstreits weiter im Aufwind. Mit der richtigen Geldpolitik bleibe in den nächsten Jahren der Arbeitsmarkt stark und die Inflation in der Nähe von zwei Prozent, sagte Powell am Dienstag in seiner halbjährigen Anhörung vor dem Bankenausschuss des US-Senats.
 

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Fed-Chef sieht US-Konjunktur trotz Handelsstreit optimistisch