EU-Ausschuss will mehr Kontrolle bei Mineralien aus Krisengebieten

Brüssel - Der Handelsausschuss des EU-Parlaments macht sich für eine stärkere Transparenz beim Umgang mit Mineralien aus Konfliktgebieten stark. Die Mehrheit der EU-Abgeordneten in dem Ausschuss stimmte am Dienstag für eine verpflichtenden Nachweis von Hütten- und Schmelzwerken aus der EU, dass die von ihnen verwendeten Mineralien und Metalle nicht zur Finanzierung bewaffneter Auseinandersetzungen beitragen.

Andere Firmen, die fragliche Stoffe wie Zink, Koltan oder Gold verwenden, müssen diesen Nachweis allerdings nicht liefern. Damit gehen die EU-Abgeordneten trotzdem einen Schritt weiter als die EU-Kommission, die lediglich Nachweise auf freiwilliger Basis vorgeschlagen hatte.

Das Hauptziel der Regulierung müsse sein, die Verbindung zwischen bewaffneten Konflikten sowie der Förderung von Mineralien zu brechen, forderte die liberale EU-Abgeordnete Marielle de Sarnez aus Frankreich. Viele der Stoffe, die in High-Tech-Geräten wie Handys oder Laptops verwendet werden, stammen aus Gebieten im südlichen Afrika, in denen es seit Jahren Kriege und Aufstände gibt. So finanzieren sich im rohstoffreichen Osten der Demokratischen Republik Kongo Rebellen durch den Handel mit Mineralien.

Die EU-Abgeordnete Ska Keller von den Grünen kritisierte, dass die verpflichtenden Transparenzregeln nicht für die gesamte Produktionskette gelten sollen: "Im EU-Parlament wurde eine große Chance verpasst, die Globalisierung gerechter zu gestalten". Damit gäbe es in der EU sogar eine schwächere Gesetzgebung als in den USA. Der Beschluss des Ausschusses muss noch vom gesamten EU-Parlament bestätigt werden, bevor die Verhandlungen mit den EU-Staaten über eine gesetzliche Regelung beginnen.

Mannheim (APA/Reuters) - Das Debakel beim angeschlagenen deutschen Industriedienstleister Bilfinger hat ein Nachspiel für den früheren Vorstandschef und hessischen Ex-Ministerpräsidenten Roland Koch. Der Mannheimer Industriedienstleister, unter Kochs Führung vor rund fünf Jahren in die Krise gestürzt, wolle nach einem Beschluss des Aufsichtsrats von allen Vorständen der Jahre 2006 bis 2015 Schadenersatz einfordern.
 

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Bilfinger zieht Ex-Vorstandschef Koch zur Rechenschaft

München (APA/AFP) - Hardware-Nachrüstungen von Dieselautos sind nach Einschätzung des ADAC möglich und "hochwirksam". Wie der Autoklub am Dienstag mitteilte, lässt sich nach neuen Messungen innerorts bei günstigen Fahr- und Temperaturbedingungen eine Reduktion der Stickoxid-Emissionen um bis zu 70 Prozent an diesen Fahrzeugen erreichen. Außerorts sind es demnach sogar bis zu 90 Prozent.
 

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ADAC: Hardware-Nachrüstungen von Dieselautos möglich und hochwirksam

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