EU-Ausschuss will mehr Kontrolle bei Mineralien aus Krisengebieten

Brüssel - Der Handelsausschuss des EU-Parlaments macht sich für eine stärkere Transparenz beim Umgang mit Mineralien aus Konfliktgebieten stark. Die Mehrheit der EU-Abgeordneten in dem Ausschuss stimmte am Dienstag für eine verpflichtenden Nachweis von Hütten- und Schmelzwerken aus der EU, dass die von ihnen verwendeten Mineralien und Metalle nicht zur Finanzierung bewaffneter Auseinandersetzungen beitragen.

Andere Firmen, die fragliche Stoffe wie Zink, Koltan oder Gold verwenden, müssen diesen Nachweis allerdings nicht liefern. Damit gehen die EU-Abgeordneten trotzdem einen Schritt weiter als die EU-Kommission, die lediglich Nachweise auf freiwilliger Basis vorgeschlagen hatte.

Das Hauptziel der Regulierung müsse sein, die Verbindung zwischen bewaffneten Konflikten sowie der Förderung von Mineralien zu brechen, forderte die liberale EU-Abgeordnete Marielle de Sarnez aus Frankreich. Viele der Stoffe, die in High-Tech-Geräten wie Handys oder Laptops verwendet werden, stammen aus Gebieten im südlichen Afrika, in denen es seit Jahren Kriege und Aufstände gibt. So finanzieren sich im rohstoffreichen Osten der Demokratischen Republik Kongo Rebellen durch den Handel mit Mineralien.

Die EU-Abgeordnete Ska Keller von den Grünen kritisierte, dass die verpflichtenden Transparenzregeln nicht für die gesamte Produktionskette gelten sollen: "Im EU-Parlament wurde eine große Chance verpasst, die Globalisierung gerechter zu gestalten". Damit gäbe es in der EU sogar eine schwächere Gesetzgebung als in den USA. Der Beschluss des Ausschusses muss noch vom gesamten EU-Parlament bestätigt werden, bevor die Verhandlungen mit den EU-Staaten über eine gesetzliche Regelung beginnen.

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Kundl/Langkampfen/Basel (APA) - Der Novartis-Konzern investiert 200 Mio. Euro in die beiden Produktionsstandorte im Tiroler Schaftenau und in Kundl (beide Bezirk Kufstein). Dies gab das Unternehmen am Donnerstag bekannt. Daniel Palmacci, Leiter der Novartis Produktionsbetriebe in Österreich, bezeichnete dies als "ein starkes Bekenntnis" der Zentrale in Basel in die Kompetenz und Qualität der Standorte in Tirol.
 

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Novartis investiert 200 Mio. Euro in Tiroler Standorte