EU-Arbeitsschutzbehörde - SPÖ über Hartinger-Klein entsetzt

Brüssel (APA) - Entsetzt zeigten sich die beiden SPÖ-Abgeordneten Josef Muchitsch und Jörg Leichtfried über Sozialministerin Beate Hartinger-Klein (FPÖ). Sie warfen der Ministerin am Donnerstag wegen ihrer Skepsis zu einer EU-Arbeitsbehörde vor, sich nicht für die Interessen Österreichs und den Schutz der heimischen Arbeitnehmer einzusetzen.

"Es ist ganz und gar nicht egal, wo die EU-Arbeitsschutzbehörde ihren Sitz hat. Österreich ist eines der meistbetroffenen Länder bei Lohn-und Sozialdumping innerhalb der EU, und Österreich ist Zielland von Entsendungen, gleichzeitig steigt Lohn- und Sozialbetrug bei den Entsendefirmen. Das kann man doch nicht tatenlos hinnehmen", so Muchitsch.

Als "verhaltensoriginell" bezeichnete Leichtfried die Begründung von Hartinger-Klein, Österreich habe es schon nicht geschafft, die EU-Agenturen für Arzneimittel und Bankenaufsicht nach Österreich zu holen. "Dass sich die Sozialministerin nicht um die soziale Sicherheit Österreichs kümmert und den EU-Sozialministerrat nicht nutzt, um sich für den Standort Österreich als besten Platz für die Arbeitsschutzbehörde einzusetzen, ist verantwortungslos und gefährdet den Ruf Österreichs innerhalb der EU".

Wien (APA) - Ein Korb mit 131 identen Drogerieprodukten kostet in Wien um 39 Prozent mehr als in München, hat die Arbeiterkammer erhoben. Sie durchstöberte dafür im Oktober 15 Super- und Drogeriemärkte in den beiden Städten.
 

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AK: Korb mit Drogeriewaren in Wien 39 Prozent teurer als in München

Aachen (APA/dpa) - Der deutsche Schmerzmittel-Hersteller Grünenthal hat auf seiner milliardenschweren Einkaufstour den US-Markt ins Visier genommen. Die Firma teilte am Mittwoch in Aachen die Übernahme des US-Vertriebsspezialisten Averitas Pharma mit. Das Unternehmen soll den Verkauf von Schmerzpflastern übernehmen, die etwa bei Gürtelrose genutzt werden.
 

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Pharmafirma Grünenthal übernimmt US-Vertriebsspezialisten

Kopenhagen (APA/Reuters) - Die weltgrößte Container-Reederei A.P. Moeller-Maersk rechnet wegen des Handelsstreits zwischen den USA und China mit schwierigeren Geschäften und schränkt ihre Prognose ein. Nach einem Gewinnsprung im dritten Quartal rechnet der dänische Konzern nun für das Gesamtjahr mit einem Betriebsgewinn zwischen 3,6 und 4,0 Milliarden US-Dollar (3,2 bis 3,6 Mrd. Euro).
 

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Reederei Maersk dampft wegen Handelsstreits Prognose ein