Etihad droht Milliardenklage von Air-Berlin-Gläubigern

Wien/Berlin/Schwechat (APA) - Auf den einstigen Großaktionär von Air Berlin, die arabische Fluggesellschaft Etihad aus Abu Dhabi, kommt eine Klage zu, schreibt das "Manager Magazin" am Freitag online. Namhafte Gläubigervertreter machten Etihad für den Zusammenbruch von Air Berlin verantwortlich.

Demnach solle Etihad vor allem für geplatzte Anleihen der insolventen deutschen Airline aufkommen, schreibt das Magazin unter Berufung auf Unternehmenskreise. Gläubigervertreter werfen Etihad vor, weitgehende Garantien für Air Berlin abgegeben und dann gebrochen zu haben. Etihad habe am 28. April 2017 schriftlich die Absicht bekundet, Air Berlin weitere 18 Monate zu unterstützen und dann trotzdem Anfang August die Zahlungen eingestellt.

Dem Magazin zufolge könnten sich die nun erhobenen Forderungen auf 1,5 bis 2 Mrd. Euro summieren. Die Insolvenzverwalter von Air Berlin wollten eine mögliche Klage gegen Etihad bei den nächsten Gläubigerversammlungen am 24. und 25. Jänner diskutieren lassen, heißt es im Bericht.

In Österreich ist die Fluggesellschaft Niki von Air Berlin mit in den Abwärtsstrudel gerissen worden, weil der Österreich-Ableger wiederum finanziell voll am Tropf der ehemaligen Muttergesellschaft hing. Air Berlin hatte schon im August Insolvenz anmelden müssen, Niki dann im Dezember.

Bad Homburg (APA/dpa) - Trotz aller Bemühungen um Plastikvermeidung rechnet die Kunststoffbranche damit, dass 2018 in Deutschland deutlich mehr Verpackungen hergestellt werden als im Vorjahr. Die Industrievereinigung Kunststoffverpackungen (IK) erwartet einen Mengenzuwachs von 3,9 Prozent auf 4,5 Millionen Tonnen, wie aus ihrem am Montag veröffentlichten Trendbarometer hervorgeht.
 

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Deutscher Verband: Branche erzeugt mehr Kunststoffverpackungen

Wien (APA) - Kapsch TrafficCom hat in den USA die Firma eTrans Systems übernommen. Das ist zwar nur ein kleines Unternehmen mit fünf Mitarbeitern, hat aber viel Know-how im Bereich vernetzter und autonomer Fahrzeuge. Die Lösungen von eTrans seien "Grundlage für ein breites Spektrum an Sicherheits- und Mobilitätsanwendungen", teilte Kapsch am Montag in einer Aussendung mit.
 

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Kapsch TrafficCom kauft in den USA Know-how für autonomes Fahren zu

Wien (APA) - Im Lichte der am Montag begonnenen Warnstreiks in der Metalltechnischen Industrie hat der Arbeitnehmerverhandler Rainer Wimmer (PRO-GE/FSG) mit noch ernsteren Maßnahmen gedroht, sollte es davor nicht ein "substanzielles Angebot" von der Arbeitgeberseite geben. Gibt es keine Verhandlungsrunde mit einem solchen Angebot "wird es am 19. November richtig ernst", so Wimmer im Gespräch mit der APA.
 

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Metaller-KV: Wimmer: Echtes Angebot oder es wird "richtig ernst"