ESM-Chef warnt vor Verzögerung bei Euro-Reform

Brüssel (APA/Reuters) - Der Chef des Euro-Rettungsfonds ESM mahnt zur Eile bei der angestrebten großen Euro-Reform. Nach einem dynamischen Auftakt scheine man bei dem Vorhaben derzeit eher an Schwung zu verlieren als zu gewinnen, sagte Klaus Regling am Dienstag in Brüssel. Alle beteiligten 19 Euro-Länder müssten zu Kompromissen bereit sein und sich in der Mitte treffen, um einen Durchbruch zu erzielen.

"Kein Land wird alles, was es will, bekommen - aber jedes wird etwas erhalten." Falls keine Einigung gelinge, bestehe die Gefahr, dass man bis zur nächsten Krise warten müsse. Die Reformen würden dann unter großem Zeitdruck stattfinden und wesentlich teurer werden, sagte Regling.

Der ESM soll wesentlich an Bedeutung gewinnen, um den Währungsraum krisenfester zu machen und bei Rettungspaketen nicht mehr auf die Hilfe des Internationalen Währungsfonds (IWF) angewiesen zu sein. Gleichzeitig könnte der ESM als Letztsicherung (Backstop) für Banken in der Eurozone fungieren. Ursprünglich wollten Deutschland und Frankreich einen gemeinsamen Vorschlag zur Euro-Reform im März vorstellen. Der wurde wegen der langwierigen deutsche Regierungsbildung auf Juni verschoben.

München (APA/Reuters) - Siemens kauft das US-Technologieunternehmen Austemper Design Systems, einen jungen Softwareanbieter für Sicherheitsanwendungen. Mit der Übernahme könne Siemens sein Angebot an Kunden ergänzen, die sich mit autonomem Fahren sowie der Digitalisierung von Produktionsbetrieben und Infrastruktur beschäftigen, teilte das Unternehmen mit. Die Details der Übernahme würden nicht bekannt gegeben.
 

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Siemens kauft US-Technologie-Start-up

Washington (APA/AFP/Reuters) - "Baut sie hier!": US-Präsident Donald Trump hat im Handelsstreit mit der EU erneut mit Strafzöllen auf europäische Auto-Importe gedroht. Wenn die Europäische Union nicht "bald" ihre langjährigen Zölle und Barrieren für US-Produkte "niederbricht und beseitigt", würden die USA einen 20-prozentigen Tarif auf alle aus der EU eingeführten Autos verhängen, schrieb Trump am Freitag auf Twitter.
 

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Trump droht wieder mit Zöllen auf EU-Autos: "Baut sie hier!"

Brüssel (APA/dpa/Reuters) - Mit Zöllen auf amerikanische Produkte wie Whiskey, Jeans, Motorräder und Erdnussbutter hat die EU im Handelsstreit mit den USA zurückgeschlagen. Die Vergeltungszölle sind in der Nacht zum Freitag in Kraft getreten. Auf europäische Verbraucher dürften bei einigen Produkten Preiserhöhungen zukommen.
 

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Zölle auf US-Produkte in Kraft: Einige Produkte dürften teurer werden