Erster Streik im neuen Jahr bei Amazon in Deutschland

Das Jahr 2016 startet Amazon in Deutschland wieder mit einem Streik. Die Gewerkschaft ver.di rief zu Tagesstreik in Bad Hersfeld auf.

Seattle. Mit einem ersten Streik im neuen Jahr bei Amazon in Bad Hersfeld setzt die deutsche Gewerkschaft ver.di ihren Arbeitskampf beim weltgrößten Versandhändler auch in Hessen fort. Die Dienstleistungsgewerkschaft rief am Montag zu einem Tagesstreik am größten deutschen Amazon-Standort auf.

Am Morgen beteiligten sich Verdi zufolge 300 Teilnehmer an dem Ausstand, im Tagesverlauf rechnete die Gewerkschaft mit 450 Mitstreitern. Vergangene Woche hatte es bereits Arbeitsniederlegungen an anderen Standorten gegeben.

Verdi-Gewerkschaftssekretärin Mechthild Middeke sagte: "Auch im neuen Jahr sind wir streikbereit und werden immer wieder Nadelstiche setzen. Derzeit sorgt die Abwicklung von Retouren zu erhöhtem Volumen am Standort Bad Hersfeld, da ist ein Streik eine empfindliche Störung des Arbeitsablaufs." Verdi will für die mehr als 10.000 Mitarbeiter des US-Konzerns in Deutschland einen Tarifvertrag auf dem Niveau des Einzel- und Versandhandels durchsetzen. Verhandlungen darüber lehnt Amazon ab. Das Unternehmen sieht sich als Logistiker und verweist auf eine Bezahlung am oberen Ende des branchenüblichen.

Brüssel (APA/Reuters) - Der Defizitstreit zwischen der EU-Kommission und der italienischen Regierung verschärft sich. Die Brüsseler Behörde wird den Budgetentwurf aus Rom für das kommende Jahr ablehnen, wie der "Spiegel" am Mittwoch unter Berufung auf den deutschen EU-Haushaltskommissar Günther Oettinger (CDU) berichtete.
 

Newsticker

EU-Kommission weist Italiens Haushaltsentwurf zurück

Washington/Peking (APA/dpa) - US-Präsident Donald Trump hat ein neues Mittel gefunden, um China im Handelsstreit unter Druck zu setzen. Auf Anraten seines Wirtschaftsberaters Peter Navarro wolle Trump ein 144 Jahre altes Postabkommen aufkündigen, schrieb die "New York Times" am Dienstag unter Berufung auf hochrangige Regierungskreise.
 

Newsticker

Trump könnte 144 Jahre altes Postabkommen mit China beenden

Wien (APA) - Im Korruptionsprozess gegen Ex-Finanzminister Karl-Heinz Grasser, Ex-FPÖ-Generalsekretär Walter Meischberger, dessen früheren Anwalt Gerald Toifl und andere ging es heute am 57. Prozesstag einmal mehr darum, wem welche Konten gehörten. Kein leichtes Unterfangen, wie schon Meischberger beim Auffliegen des "Buwog-Skandals" anmerkte.
 

Newsticker

Grasser-Prozess - "Wird alles etwas schwierig zu erklären"