Erste Group revidiert CEE-Wachstumsprognose nach oben

Wien (APA) - Nach der Veröffentlichung der Konjunkturdaten für das zweite Quartal 2017 haben die Volkswirte der Erste Group ihre Wachstumsprognose für mehrere Länder Zentral- und Osteuropas zum Teil deutlich nach oben korrigiert. Insgesamt soll die Region - Polen, Tschechien, Slowakei, Ungarn, Slowenien, Kroatien, Serbien, Rumänien - heuer um 4,1 Prozent wachsen. Das wäre die höchste Wachstumsrate seit 2008.

Besonders die Wirtschaftsentwicklung in Tschechien hat die Ökonomen der Erste Group positiv überrascht - so sehr, dass sie ihre BIP-Prognose für das laufende Jahr von +2,9 auf +3,9 Prozent angehoben haben. Im zweiten Quartal ist die tschechische Wirtschaft gegenüber dem Vorjahr um 4,7 Prozent gewachsen.

Negativ überrascht hat im zweiten Quartal Serbien mit einer Wachstumsrate von 1,2 bis 1,3 Prozent. Allerdings war das nach Ansicht der Ökonomen nur eine temporäre Erscheinung und das Wachstum dürfte sich in der zweiten Jahreshälfte auf rund 2,5 Prozent beschleunigen. Für das gesamte Jahr 2017 wurde die Prognose von 2,5 auf 2,1 Prozent zurückgenommen.

Nach oben korrigiert wurden die Prognosen für Kroatien (von 2,7 auf 3,0 Prozent), Polen (von 3,8 auf 4,1 Prozent), Rumänien (5,1 auf 5,5 Prozent) und Slowenien (3,7 auf 4,0). Die Erwartungen für Ungarn (3,7 Prozent) und die Slowakei (3,3 Prozent) sind unverändert. Im kommenden Jahr soll sich das Wirtschaftswachstum in der Region etwas verlangsamen, aber mit 3,5 Prozent immer noch auf einem hohen Niveau liegen.

Derzeit werde die Konjunktur in diesen Ländern durch eine starke Konsumnachfrage der privaten Haushalte gestützt, die wiederum von der verbesserten Situation auf den Arbeitsmärkten und einem stärkeren Wachstum der Löhne profitiere, erklären die Erste-Group-Volkswirte. Man gehe davon aus, dass die Notenbanken nur langsame Schritte in Richtung einer Normalisierung ihrer Geldpolitik unternehmen werden.

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EZB-Chef Draghi: Über Reformen und das Ende von Anleihenkäufen

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Kundl/Langkampfen/Basel (APA) - Der Novartis-Konzern investiert 200 Mio. Euro in die beiden Produktionsstandorte im Tiroler Schaftenau und in Kundl (beide Bezirk Kufstein). Dies gab das Unternehmen am Donnerstag bekannt. Daniel Palmacci, Leiter der Novartis Produktionsbetriebe in Österreich, bezeichnete dies als "ein starkes Bekenntnis" der Zentrale in Basel in die Kompetenz und Qualität der Standorte in Tirol.
 

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Novartis investiert 200 Mio. Euro in Tiroler Standorte

Rom/Menlo Park (APA) - Nachdem die US-Internetriesen Google und Amazon wegen vermuteter Steuerhinterziehung ins Visier der italienischen Justiz geraten sind, hat sich Facebook mit Italiens Steuerbehörden auf die Zahlung von 100 Mio. Euro geeinigt, um ein Steuerverfahren abzuschließen. Die Mailänder Justiz hatte dem E-Commerce-Riesen Steuerhinterziehung in Höhe von 300 Mio. Euro vorgeworfen, so italienische Medien.
 

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Facebook einigt sich mit italienischem Fiskus und zahlt 100 Mio. Euro