Erste-Bank-Chef Uher fordert vorzeitige Abschreibungen als Konjunkturschub

Ein niedriger Ölpreis, ein niedriger Euro und Zinsen, die von der EZB "im wesentlichen abgeschafft wurden" - und trotz dieses "Konjunkturpaketes" gibt es nur ein "Wachstum, das Sie mit der Lupe suchen können", vermerkt Erste-Bank-Chef Thomas Uher. In dieser Situation fehle ein kleiner zusätzlicher Anschub - den eine zeitlich befristete Möglichkeit für vorzeitige Abschreibungen liefern könnte.

Eine "Investitionsklemme" stellte Uher am Dienstag im Klub der Wirtschaftspublizisten hingegen in Abrede. Die Banken hätten genug Liquidität und Eigenkapital. Die Quote abgelehnter Kredite sei auch nicht gestiegen - in der Erste Bank liege sie bei zehn bis 15 Prozent. Die Investitionsquote liege auf einem Niveau wie sie in einer reifen Wirtschaft üblich sei - in den USA und Deutschland, wo die Wirtschaft mehr Schwung hat, liege sie noch niedriger. Dennoch seien die Investitionen "für Wachstum zu wenig, aber für eine Krise zu viel".

Bremsblock ist aus Sicht Uhers das fehlende Vertrauen in die politische Situation. Auch die aktuell beschlossene Steuerreform sei kein Investitionsmotor. Es werde auch nicht funktionieren, nur über Konsum das Wachstum in Gang zu bringen - dazu brauche es auch Investitionen. Da glaubt Uher, dass die Wiedereinführung eines alten Instruments, der vorzeitigen Abschreibung, auf 18 Monate zwischen Mitte 2015 und Ende 2016 befristet, dazu führen könnte, dass "Unternehmen ihre Schubläden aufmachen und Investitionspläne herausnehmen". Die Maßnahme würde auch sich selber finanzieren.

Die Rate der nicht bedienten Kredite (Non Performing Loans/NPL) liege unverändert in der Erste Bank bei drei bis vier Prozent und in den Sparkassen bei vier bis fünf Prozent. Da habe es "keinen nennenswerten Anstieg gegeben".

Frankfurt (APA/dpa) - Kunden des AUA-Mutterkonzerns Lufthansa drohen die ersten Streiks seit Frühjahr vergangenen Jahres. Im Tarifkonflikt um die rund 1.000 Flugbegleiter bei der Billigtochter Eurowings sind die Fronten so verhärtet, dass die Gewerkschaft Verdi Verhandlungen absagt und sich für Streiks rüstet.
 

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Verdi droht mit Streiks bei Eurowings - "Jederzeit denkbar"

Peking (APA/Reuters) - In die Bemühungen um ein Ende des Handelsstreits zwischen China und den USA kommt wieder Bewegung. Die Führung in Peking lieferte US-Regierungskreisen zufolge eine schriftliche Antwort auf die Forderung nach weitreichenden Änderungen in der Handelspolitik.
 

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Wieder Bewegung im Handelsstreit zwischen China und USA

Wien (APA) - Im Korruptionsprozess gegen Ex-Finanzminister Karl-Heinz Grasser (FPÖ/ÖVP) und andere war heute, Donnerstag, am 64. Tag des Verfahrens, wieder die Causa Buwog und Linzer Terminal Tower dran. Für Protokollberichtigungsanträge der Verteidiger zu diesen Themen mussten alle Angeklagten dieser Causa, also auch Grasser, wieder vor Gericht erscheinen.
 

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Grasser-Prozess - Protokolle: Vom "Zahlenhecht" zum "Zahlenknecht"