Erste Group - Faule Kredite auf tiefstem Wert seit 2008, mehr Dividende

Wien (APA) - Die börsennotierte Erste Group hat am Freitag ihre Ankündigung bekräftigt, die Dividende für 2017 anzuheben. Für 2016 hatte das Institut einen Euro je Aktie ausgeschüttet. Der Anteil der notleidenden Ausleihungen sank per Ende September nun auf 4,3 Prozent. Das ist der niedrigste Wert seit 2008.

Für die Aktionäre winkt, wie die Bank schon im Sommer angekündigt hat, heuer mehr Geld, obwohl der Gewinn jedenfalls auch nach neun Monaten bisher unter dem des Vorjahres liegt. Für die ersten neun Monate 2017 wies die Bank einen Nettogewinn von 987,6 Mio. Euro aus. Das war ein Rückgang um 16,2 Prozent zum Vorjahr. Damals hatte aber ein Beteiligungsverkauf (Visa) das Ergebnis aufgefettet.

Die Abschreibungen auf Kredite waren nach den ersten neun Monaten mit 71 Mio. Euro geringfügig höher als voriges Jahr um diese Zeit (63,2 Mio. Euro). Im dritten Quartal 2017 waren es 32,9 Mio. Euro, das war weniger als im zweiten Quartal 2017 und auch weniger als im Vergleichsquartal 2016. Vor allem aus Ungarn gab es Zuflüsse aus bereits abgeschriebenen Darlehen.

Im dritten Quartal lag der Nettogewinn mit 363 Mio. Euro praktisch auf dem Niveau des Vorquartals (362,5 Mio. Euro), jedoch spürbar über dem Wert vom dritten Quartal 2016 (337,4 Mio. Euro).

"Wir sind auf einem guten Weg, unsere Ziele für das Jahr 2017 - eine Eigenkapitalverzinsung von über 10 Prozent und eine höhere Dividende - zu erreichen und die Markterwartungen zu erfüllen", schrieb Bankchef Andreas Treichl im am Freitag vorgelegten Quartalsbericht.

Wien (APA) - Der Frequentis-Konzern hat im Jahr 2017 seinen Gewinn (nach Steuern) von 9,2 Mio. auf 10,7 Mio. Euro gesteigert. Das auf sicherheitskritische Kommunikations- und Informationssysteme spezialisierte Wiener IT-Unternehmen erzielte 266,9 Mio. Euro Umsatz, nach 241,2 Mio. Euro im Jahr 2016. Dies geht aus der heute Dienstag veröffentlichten Konzern-Bilanz im Amtsblatt der Wiener Zeitung hervor.
 

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Frequentis steigerte 2017 Gewinn und Umsatz

Linz (APA) - In der Affäre um liegen gebliebene Akten im Linzer Magistrat hat das Kontrollamt nun seinen Bericht vorgelegt, wie die Stadt am Dienstag berichtete. Es macht u.a. "Defizite in der organisatorischen, personellen und strategischen Führungsarbeit" für die Misere verantwortlich. Die entstandene Schieflage sei lange Zeit "von allen Beteiligten des Geschäftsbereiches völlig falsch eingeschätzt" worden.
 

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Linzer Aktenaffäre: Kontrollamt sieht Defizite in Führungsarbeit

Paris (APA/dpa) - Ein neuer Streik im öffentlichen Dienst Frankreichs hat auch für Ausfälle und Verspätungen im Flugverkehr gesorgt. Wegen eines Streikaufrufs für Fluglotsen waren die Airlines am Dienstag dazu aufgerufen, an drei großen Flughäfen jeweils jeden fünften Flug zu streichen, wie Frankreichs zivile Luftfahrtbehörde bestätigte.
 

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Streik im öffentlichen Dienst Frankreichs bringt Flugausfälle