Erotikhändler Beate Uhse an der Nulllinie

Hamburg - Der kriselnde Erotikhändler Beate Uhse braucht mehr Zeit, bis seine Strategie für Paare, Frauen und Singles greift. Nach schweren Verlusten im Vorjahr wolle man in diesem Jahr wieder ein ausgeglichenes Ergebnis im laufenden Geschäft schaffen, teilte das Unternehmen am Montag in Hamburg mit.

Dabei setze Beate Uhse vor allem auf den Online-Handel, schon jetzt der wichtigste Vertriebsweg. Durch die Schließung von 16 Filialen sowie die Einstellung des Katalogs werde der Umsatz im laufenden Jahr nochmals auf 115 bis 120 Mio. Euro zurückgehen - nach 129 Millionen Euro im Vorjahr.

Beate Uhse besitzt immer noch eine sehr hohe Markenbekanntheit, doch die Geschäfte laufen seit Jahren nicht gut. Wesentliche Bereiche der Vergangenheit wie das DVD-Geschäft sind durch das Internet weitgehend weggefallen. Beate Uhse hat zuletzt den Firmensitz von Flensburg nach Hamburg verlegt und mehr als 150 Arbeitsplätze gestrichen, um Kosten zu sparen.

Im vergangenen Jahr fiel auch deswegen ein Verlust von 18,4 Mio. Euro an; die Eigenkapitalquote im Konzern reduzierte sich von 28,2 auf 11,4 Prozent. "In einem zunehmend anspruchsvollen Marktumfeld ist Erfolg kein Selbstläufer", sagte Vorstandschef Kees Vlasblom. Der Vorstand werde die Strategie noch konsequenter an den Kundenbedürfnissen ausrichten. Beate Uhse wolle mittelfristig das führende Unternehmen für erotischen Lifestyle und "Sexual Wellbeing" in Europa werden.

Brüssel (APA/Reuters) - Der Defizitstreit zwischen der EU-Kommission und der italienischen Regierung verschärft sich. Die Brüsseler Behörde wird den Budgetentwurf aus Rom für das kommende Jahr ablehnen, wie der "Spiegel" am Mittwoch unter Berufung auf den deutschen EU-Haushaltskommissar Günther Oettinger (CDU) berichtete.
 

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EU-Kommission weist Italiens Haushaltsentwurf zurück

Washington/Peking (APA/dpa) - US-Präsident Donald Trump hat ein neues Mittel gefunden, um China im Handelsstreit unter Druck zu setzen. Auf Anraten seines Wirtschaftsberaters Peter Navarro wolle Trump ein 144 Jahre altes Postabkommen aufkündigen, schrieb die "New York Times" am Dienstag unter Berufung auf hochrangige Regierungskreise.
 

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Trump könnte 144 Jahre altes Postabkommen mit China beenden

Wien (APA) - Im Korruptionsprozess gegen Ex-Finanzminister Karl-Heinz Grasser, Ex-FPÖ-Generalsekretär Walter Meischberger, dessen früheren Anwalt Gerald Toifl und andere ging es heute am 57. Prozesstag einmal mehr darum, wem welche Konten gehörten. Kein leichtes Unterfangen, wie schon Meischberger beim Auffliegen des "Buwog-Skandals" anmerkte.
 

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Grasser-Prozess - "Wird alles etwas schwierig zu erklären"