Erotikhändler Beate Uhse an der Nulllinie

Hamburg - Der kriselnde Erotikhändler Beate Uhse braucht mehr Zeit, bis seine Strategie für Paare, Frauen und Singles greift. Nach schweren Verlusten im Vorjahr wolle man in diesem Jahr wieder ein ausgeglichenes Ergebnis im laufenden Geschäft schaffen, teilte das Unternehmen am Montag in Hamburg mit.

Dabei setze Beate Uhse vor allem auf den Online-Handel, schon jetzt der wichtigste Vertriebsweg. Durch die Schließung von 16 Filialen sowie die Einstellung des Katalogs werde der Umsatz im laufenden Jahr nochmals auf 115 bis 120 Mio. Euro zurückgehen - nach 129 Millionen Euro im Vorjahr.

Beate Uhse besitzt immer noch eine sehr hohe Markenbekanntheit, doch die Geschäfte laufen seit Jahren nicht gut. Wesentliche Bereiche der Vergangenheit wie das DVD-Geschäft sind durch das Internet weitgehend weggefallen. Beate Uhse hat zuletzt den Firmensitz von Flensburg nach Hamburg verlegt und mehr als 150 Arbeitsplätze gestrichen, um Kosten zu sparen.

Im vergangenen Jahr fiel auch deswegen ein Verlust von 18,4 Mio. Euro an; die Eigenkapitalquote im Konzern reduzierte sich von 28,2 auf 11,4 Prozent. "In einem zunehmend anspruchsvollen Marktumfeld ist Erfolg kein Selbstläufer", sagte Vorstandschef Kees Vlasblom. Der Vorstand werde die Strategie noch konsequenter an den Kundenbedürfnissen ausrichten. Beate Uhse wolle mittelfristig das führende Unternehmen für erotischen Lifestyle und "Sexual Wellbeing" in Europa werden.

Paris (APA/AFP) - Der Möbelhersteller Roche Bobois geht an die Börse. Das französische Familienunternehmen hofft an der Mehrländerbörse Euronext auf einen Erlös von rund 22 Millionen Euro, wie es am Montag in Paris mitteilte. Die 1960 gegründete Roche-Bobois-Gruppe stellt hochwertige Möbel her und ist in 54 Ländern vertreten.
 

Newsticker

Französischer Möbelhersteller Roche Bobois geht an die Börse

Wien (APA) - Die Telekomregulierungsbehörde RTR hat Österreichs Kommunikationsinfrastruktur auf Risiken untersucht und dabei 487 Gefahren aufgelistet, wie aus einem am Montag veröffentlichten Bericht hervorgeht. Dabei geht es neben Ausfällen unter anderem um Cyberangriffe, Spionage und Katastrophen. Involviert waren Telekomfirmen, Internetserviceprovider, Verkehrs- und Innenministerium sowie das Kanzleramt.
 

Newsticker

Telekombehörde RTR unterzog Netzinfrastruktur Stresstest

München (APA/Reuters) - Das Übernahmeangebot aus China für den bayerischen Autozulieferer Grammer läuft. Die Aktionäre haben seit Montag vier Wochen (bis 23. Juli) Zeit, das Offert der Familie Wang anzunehmen, die den deutlich kleineren chinesischen Grammer-Partner Ningbo Jifeng kontrolliert, wie der Bieter mitteilte. Die Familie, die bereits gut 25 Prozent an Grammer hält, bietet wie angekündigt 60 Euro je Aktie.
 

Newsticker

Übernahmeangebot für Autozulieferer Grammer läuft bis 23. Juli