Erneuerbaren-Investments 2017 global höher, in Europa stark gesunken

Wien (APA) - Weltweit sind die Investitionen in erneuerbare Energien 2017 leicht gestiegen, in Europa aber um ein Viertel eingebrochen. Damit sind die Investments in Clean Energy in Europa seit 2011 um insgesamt 58 Prozent abgesackt. Der Kontinent stehe vor einer Weggabelung: Um das Pariser Klimaabkommen einhalten zu können, müsste das EU-Erneuerbaren-Ziel erhöht werden, meinte die IG Windkraft am Dienstag.

Europa entscheide in den nächsten Monaten, welcher Weg einschlagen werde - unter Einbeziehung Österreichs, das mit seiner EU-Ratspräsidentschaft ab Juli jetzt schon bei allen Verhandlungen mit am Tisch sitze. Um "Paris" einhalten zu können, müsse das Erneuerbaren-Ziel von 27 auf 45 Prozent angehoben werden. Österreich müsse in der EU offensiv dafür eintreten, damit erneuerbare Energien Teil der heimischen Wirtschaft werden und sich nicht "zur chinesischen Importware" wandeln.

Weltweit legten die Clean-Energy-Investments voriges Jahr um 3 Prozent auf 333,5 Mrd. Dollar (271 Mrd. Euro) zu, wie Bloomberg New Energy Finance kürzlich erklärte. Der Geschäftsführer dieses Bereichs, Jon Moore, bezeichnete dieses Plus als insofern bemerkenswert, als die Investitionskosten für die führende Technologie weiterhin stark fallen würden. Ohne Großwasserkraftwerke wurden 2017 weltweit 160 GW Gesamtleistung an erneuerbaren Energien errichtet, so viel wie nie zuvor.

Davon investierte allein China 132,6 Mrd. Dollar, knapp die Hälfte des Weltvolumens - und ein Anstieg von 24 Prozent. Auf dem zweiten Platz lagen, schon weit abgeschlagen, die USA mit 56,9 Mrd. Dollar (+1 Prozent). In Europa sank das Volumen um 26 Prozent auf 57,4 Mrd. Dollar, dabei u.a. in Deutschland um ebenfalls 26 Prozent auf 14,6 Mrd. Dollar. Der Rückgang in Europa seit dem Jahr 2011 summierte sich damit auf 58 Prozent, davor hatte es jahrelang jeweils ein Plus gegeben.

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Kundl/Langkampfen/Basel (APA) - Der Novartis-Konzern investiert 200 Mio. Euro in die beiden Produktionsstandorte im Tiroler Schaftenau und in Kundl (beide Bezirk Kufstein). Dies gab das Unternehmen am Donnerstag bekannt. Daniel Palmacci, Leiter der Novartis Produktionsbetriebe in Österreich, bezeichnete dies als "ein starkes Bekenntnis" der Zentrale in Basel in die Kompetenz und Qualität der Standorte in Tirol.
 

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Novartis investiert 200 Mio. Euro in Tiroler Standorte