Ermittlungen wegen Betrugs gegen Tata in Großbritannien

Nur kurz nach der Ankündigung des indischen Stahlriesen Tata, Großbritannien den Rücken zu kehren, hat die Finanzbetrugsbehörde einem Bericht zufolge Ermittlungen gegen das Unternehmen aufgenommen. Die Polizei prüfe Vorwürfe, Mitarbeiter von Tata in Großbritannien hätten Unterlagen über die Zusammensetzung bestimmter Stahlprodukte gefälscht, wie der "Daily Telegraph" am Freitag berichtete.

Die Ermittlungen konzentrieren sich dem Bericht zufolge auf das Tata-Werk in Yorkshire. Tata selbst habe sich nach internen Ermittlungen an das Serious Fraud Office (SFO) gewandt. Die Behörde wollte den Bericht am Freitag nicht kommentieren. Tata war für eine Stellungnahme nicht zu erreichen.
Der indische Konzern will bis Montag den formalen Verkaufsprozess starten. Das hatte am Mittwoch Wirtschaftsstaatssekretär Sajid Javid nach einem Besuch in Mumbai gesagt.
Der indische Konzern betreibt unter anderem das größte britische Stahlwerk in Port Talbot in Südwales - es ist der größte Arbeitgeber der Region, von dem tausende weitere Arbeitsplätze abhängen. Dort allein soll Tata eine Million Pfund (1,3 Mio. Euro) Verlust pro Tag machen. Europas Stahlsektor leidet seit Jahren vor allem unter Billigimporten aus China.
Tata hatte in der vergangenen Woche angekündigt, seine Stahlwerke mit insgesamt rund 15.000 Beschäftigten in Großbritannien zu verkaufen.

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EZB-Chef Draghi: Über Reformen und das Ende von Anleihenkäufen

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Kundl/Langkampfen/Basel (APA) - Der Novartis-Konzern investiert 200 Mio. Euro in die beiden Produktionsstandorte im Tiroler Schaftenau und in Kundl (beide Bezirk Kufstein). Dies gab das Unternehmen am Donnerstag bekannt. Daniel Palmacci, Leiter der Novartis Produktionsbetriebe in Österreich, bezeichnete dies als "ein starkes Bekenntnis" der Zentrale in Basel in die Kompetenz und Qualität der Standorte in Tirol.
 

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Novartis investiert 200 Mio. Euro in Tiroler Standorte