Ermittlungen bei Airbus: Paris drängt auf Transparenz

Paris (APA/dpa) - Vor dem Hintergrund von Korruptionsverdacht und Ermittlungen beim Luftfahrt- und Rüstungskonzern Airbus, von dem Österreich seine Eurofighter-Kampfflugzeuge gekauft hat, drängt die französische Regierung auf Transparenz. "Falls es einen Zweifel gibt, müssen wir tatsächlich die Zweifel ausräumen", sagte der französische Regierungssprecher Christophe Castaner am Donnerstag in Paris.

Dies sei in allen Unternehmen, an denen der französische Staat beteiligt sei, eine grundsätzliche Forderung. Paris hält nach früheren Angaben etwa elf Prozent der Anteile.

Insgesamt sieht sich Airbus neben Österreich in mindestens drei Ländern mit Ermittlungen konfrontiert. In Großbritannien und Frankreich gibt es seit längerem Korruptionsermittlungen. Es drohen Strafzahlungen. Die britische Anti-Korruptionsbehörde geht seit 2016 dem Verdacht auf Betrug, Bestechung und Korruption bei Geschäften in der zivilen Luftfahrtsparte von Airbus nach. Airbus meldete den Behörden in den USA nach eigenen Angaben "Ungenauigkeiten bei Anträgen" im internationalen Waffenhandel, die der Konzern beim US-Außenministerium eingereicht hatte.

Castaner äußerte sich nicht zu Medienberichten, wonach Paris darauf dringt, Airbus stärker politisch zu kontrollieren. Über ein entsprechendes Ansinnen von Präsident Emmanuel Macron hatten Medien berichtet.

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Kundl/Langkampfen/Basel (APA) - Der Novartis-Konzern investiert 200 Mio. Euro in die beiden Produktionsstandorte im Tiroler Schaftenau und in Kundl (beide Bezirk Kufstein). Dies gab das Unternehmen am Donnerstag bekannt. Daniel Palmacci, Leiter der Novartis Produktionsbetriebe in Österreich, bezeichnete dies als "ein starkes Bekenntnis" der Zentrale in Basel in die Kompetenz und Qualität der Standorte in Tirol.
 

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Novartis investiert 200 Mio. Euro in Tiroler Standorte