Erholung im Frankreich-Geschäft half Einzelhändler Carrefour

Paris (APA/Reuters) - Europas führender Einzelhändler Carrefour profitiert von einer Erholung der Geschäfte auf dem französischen Heimatmarkt. Der Umsatz auf vergleichbarer Basis sei deswegen im ersten Quartal um 2,3 Prozent auf 21 Mrd. Euro gestiegen, teilte das Unternehmen am Freitag mit. Allein in Frankreich hätten die Erlöse um 2,5 Prozent zugelegt.

Auch florierende Supermärkte in Lateinamerika hätten zu dem Umsatzplus bei der weltweiten Nummer zwei hinter dem US-Branchenprimus Wal-Mart beigetragen. Die an der Börse gehegte Erwartung eines Anstiegs des Vorsteuergewinns im Gesamtjahr von etwa 4 Prozent auf rund 2,5 Mrd. Euro sei daher angemessen, sagte Finanzchef Pierre-Jean Sivignon.

Carrefour erzielte zuletzt fast Dreiviertel seines Umsatzes in Europa. Der Konzern hatte damit zu kämpfen, dass die Kunden den Online-Handel und kleinere Geschäfte den riesigen Supermärkten vorziehen. Im vergangenen Jahr hat sich der Konzern aber wieder gefangen und seine Rentabilität gesteigert. Der operative Gewinn stieg 2014 um rund fast sieben Prozent auf knapp 2,4 Mrd. Euro.

Der südafrikanische Steinhoff-Großaktionär Christo Wiese kappt nach seinem Rücktritt als Verwaltungsratschef weitere Verbindungen zu dem angeschlagenen Handelsriesen. Wiese sagte am Freitag den Verkauf der Einzelhandelskette Shoprite an Steinhoffs Afrika-Tochter STAR ohne Angabe von Gründen ab.
 

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Steinhoff-Großaktionär sagt Milliarden-Firmenverkauf ab

Der kriselnde Möbelhändler Steinhoff - Muttergesellschaft von Kika/Leiner - lässt seinen Ankündigungen Taten folgen und versilbert Anteile an der südafrikanischen Investmentgesellschaft PSG Group. So habe das Unternehmen 20,6 Millionen Aktien oder 9,5 Prozent der Anteile an PSG verkauft, teilte Steinhoff am Freitag mit.
 

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Steinhoff verkauft Anteile an südafrikanischer Investmentgesellschaft

Am Mittwoch ist die Air-Berlin-Tochter Niki pleitegegangen. Noch gibt es eine leise Hoffnung, die Firma zu erhalten. Unterdessen fischen Konkurrenten bereits nach den hoch qualifizierten Niki-Mitarbeitern. Und auch die Kunden können hoffen, dass sie nicht um ihr Geld umfallen. Die deutsche Regierung muss aber einen Teil ihres 150 Mio. Euro schweren Überbrückungskredits für Air Berlin abschreiben.
 

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Niki-Pleite - Chancen für Mitarbeiter und letzte Hoffnung für Firma