Erdogan setzt vor Zinssitzung auf Abebben der Inflation

Istanbul (APA/Reuters) - Kurz vor der mit Spannung erwarteten Zinssitzung in der Türkei setzt Staatspräsident Recep Tayyip Erdogan auf ein Abebben der ausufernden Inflation. "Sie wird auf einstellige Werte fallen. Wir werden das wegstecken", zitierte ihn die Zeitung "Hürriyet" vom Mittwoch.

Ausländische Investoren würden das Land nicht meiden, und auch die Exporte liefen gut, sagte er demnach Anfang der Woche vor Reportern auf dem Rückflug von einer Reise nach Kirgisistan.

In der Türkei ist die Landeswährung Lira im freien Fall. Dadurch werden Importe deutlich teurer, was die Verbraucherpreise in die Höhe treibt. Die Notenbank hatte jüngst angekündigt, sich auf der Zinssitzung am 13. September mit geldpolitischen Maßnahmen gegen die zuletzt auf 17,9 Prozent gestiegene Inflation zu stemmen. Dies ist der höchste Wert seit Ende 2003.

An den Märkten herrscht jedoch Skepsis, ob ein Schritt der Notenbank kraftvoll genug sein wird, um die steigenden Preise in Schach zu halten. Ökonomin Seda Yalcinkaya Özer vom Vermögensverwalter Integral Investment geht davon aus, dass die Inflation anders als von Erdogan erhofft weiter steigen wird - auf Werte von 20 Prozent oder mehr zum Jahresende. Anleger erwarteten, dass die Notenbank den Leitzins von derzeit 17,75 Prozent auf einen Wert erhöhe, der deutlich über 20 Prozent liege. "Wenn die Notenbank diesen Vorstellungen nicht gerecht werden sollte, dürfte die Marktreaktion drastisch ausfallen", so die Ökonomin.

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EZB-Chef Draghi: Über Reformen und das Ende von Anleihenkäufen

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Kundl/Langkampfen/Basel (APA) - Der Novartis-Konzern investiert 200 Mio. Euro in die beiden Produktionsstandorte im Tiroler Schaftenau und in Kundl (beide Bezirk Kufstein). Dies gab das Unternehmen am Donnerstag bekannt. Daniel Palmacci, Leiter der Novartis Produktionsbetriebe in Österreich, bezeichnete dies als "ein starkes Bekenntnis" der Zentrale in Basel in die Kompetenz und Qualität der Standorte in Tirol.
 

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Novartis investiert 200 Mio. Euro in Tiroler Standorte

Rom/Menlo Park (APA) - Nachdem die US-Internetriesen Google und Amazon wegen vermuteter Steuerhinterziehung ins Visier der italienischen Justiz geraten sind, hat sich Facebook mit Italiens Steuerbehörden auf die Zahlung von 100 Mio. Euro geeinigt, um ein Steuerverfahren abzuschließen. Die Mailänder Justiz hatte dem E-Commerce-Riesen Steuerhinterziehung in Höhe von 300 Mio. Euro vorgeworfen, so italienische Medien.
 

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Facebook einigt sich mit italienischem Fiskus und zahlt 100 Mio. Euro