Energiepreise in der EU 2017 gesunken

Brüssel (APA) - Die Energiepreise in der EU sind 2017 gegenüber dem Vorjahr gesunken. Strom wurde im EU-Durchschnitt um 0,5 Prozent billiger, die Gaspreise gingen sogar um 6,3 Prozent zurück. Österreich konnte bei Strom eine Verbilligung von 4,1 Prozent einfahren, bei Gas war es nur ein Minus von 2,3 Prozent, geht aus jüngsten Daten von Eurostat vom Mittwoch (erstes Halbjahr 2017) hervor.

Die höchsten Anstiege bei Strom verzeichneten Zypern (22,0 Prozent), Griechenland (12,8 Prozent), Belgien (10,0 Prozent), Polen (6,9 Prozent) und Schweden (5,5 Prozent). Die stärksten Rückgänge wurden dagegen in Italien (-11,2 Prozent), Kroatien (-10,2 Prozent), Litauen (-9,3 Prozent), Luxemburg (-4,9 Prozent) und Österreich (-4,1 Prozent) registriert.

Der durchschnittliche Strompreis für Haushalte war in Bulgarien mit 9,6 Euro pro 100 kWh am niedrigsten und in Deutschland mit 30,5 Euro am höchsten. Der EU-Durchschnitt lag bei 20,4 Euro. Österreichs Strompreis lag mit 19,5 Euro unter dem EU-Schnitt.

Bei den Gaspreisen gab es völlig unterschiedliche Entwicklungen in den EU-Staaten. Die stärksten Rückgänge wurden in Kroatien (-17,5 Prozent), Portugal (-15,3 Prozent) und Litauen (-11,6 Prozent) verzeichnet. Am höchsten stiegen die Gaspreise in Estland (21,1 Prozent) vor Dänemark (12,7 Prozent) und Schweden (10,8 Prozent).

Der durchschnittliche Gaspreis betrug in der EU im Durchschnitt 5,8 Euro je 100 kWh. Am wenigsten kostete Gas in Rumänien (3,2 Euro) und Bulgarien (3,3 Euro), am teuersten war Gas in Schweden (12,1 Euro), Dänemark (8,1 Euro) und Portugal (7,7 Euro). Österreich lag mit 6,7 Euro hier über dem EU-Durchschnitt.

Brüssel (APA/AFP) - Die EU-Kommission wappnet sich für die Verhängung möglicher Gegenzölle auf US-Produkte, falls die Europäische Union nicht von US-Strafzöllen auf Stahl und Aluminium ausgenommen wird. Am Freitag informierte die Brüsseler Behörde offiziell die Welthandelsorganisation WTO darüber, dass sie zur Verhängung von Gegenmaßnahmen bereit sei, wie die Kommission mitteilte.
 

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EU meldet Vergeltungszölle gegen USA bei WTO an

Tokio (APA/Reuters) - Japan will die US-Zölle auf Stahl und Aluminium unter Umständen nicht hinnehmen. Man behalte sich das Recht vor, Gegenmaßnahmen zu ergreifen, erklärte das Außenministerium am Freitag in Tokio. Demnach wurde auch die Welthandelsorganisation darüber informiert. Eine Umsetzung der Gegenmaßnahmen hänge von weiteren Schritten der USA und ihre potenziellen Auswirkungen auf japanische Firmen ab.
 

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Japan erwägt Maßnahmen gegen US-Zölle auf Stahl und Aluminium

Wien/Valletta (APA) - Malta ist neben Gibraltar die europäische Hochburg für Online-Glücksspiel. Fast 300 Online-Casinos und -Wettfirmen sind auf der Insel registriert und bedienen von dort aus Kunden in allen EU-Staaten. Die maltesische Glücksspielbehörde überwacht den Sektor aber kaum, er ist seit langem im Griff der italienischen Mafia.
 

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Digitale Glücksspielhochburg Malta im Griff der italienischen Mafia