Energiekonzern EDF senkt auch Ziele für 2018

Paris (APA/Reuters) - Beim staatlich kontrollierten Energiekonzern EDF trüben sich die Geschäftsaussichten weiter ein. Nachdem Frankreichs größter Versorger schon Ende Oktober seine Gewinnprognose für 2017 zurückgenommen hatte, senkt er nun auch die Ergebnisziele für 2018 und rechnet mit einer geringeren Atomstrom-Produktion.

Das sorgte am Montag für den größten Kursrutsch der EDF-Aktien seit zehn Jahren und riss die deutschen Wettbewerber E.ON und RWE ebenfalls mit sich.

Die in Paris gelisteten Aktien des weltweit größten Atomkraftwerk-Betreibers fielen um 13,7 Prozent auf 10,13 Euro; E.ON-Titel gaben um 1,7 Prozent und RWE-Aktien um 1,3 Prozent nach. "Das war einen totale Überraschung", kommentierte ein Analyst. Er hoffe, am Dienstag bei der Quartalsberichterstattung genaue Gründe zu erfahren.

EDF erwartet 2018 nun einen operativen Gewinn (EBITDA) zwischen 14,6 und 15,3 Mrd. Euro statt 15,2 Mrd. Euro, wie der Konzern mitteilte. Im laufenden Jahr werden 13,4 bis 14,0 Mrd. Euro angepeilt nach 16,4 Mrd. im Vorjahr.

Dem Unternehmen setzen die vom Staat verordneten Zwangsabschaltungen von Atomkraftwerken zu, die den technischen Anforderungen nicht mehr entsprechen. So musste der Versorger zuletzt den Neustart der vier Reaktoren des Kraftwerks Tricastin in Südfrankreich verschieben. Zudem ächzt der Konzern unter Schulden in Höhe von 31 Mrd. Euro.

Wien (APA) - Der frühere Obmann des Rings freiheitlicher Studenten (RFS), Alexander Schierhuber, wird per 1. Juni einer von vier Geschäftsführern der Breitspur Planungsgesellschaft mbH. Einen entsprechenden Online-Bericht der "Presse" bestätigte das von Norbert Hofer (FPÖ) geführte Infrastrukturministerium auf APA-Anfrage. Schierhuber ist schlagender Burschenschafter beim Akademischen Corps Saxonia zu Wien.
 

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Ex-RFS-Chef Schierhuber wird Breitspurbahnplanungs-Geschäftsführer

Auburn Hills (Michigan) (APA/dpa) - Der Autobauer Fiat Chrysler hat in den USA rund 4,8 Millionen Autos wegen Softwareproblemen zurückgerufen. Konkret gehe es um mögliche Fehlfunktionen im Zusammenhang mit den Geschwindigkeitsreglern, die behoben werden müssten, teilte das Unternehmen am Freitag in Auburn Hills mit. Betroffen seien unter anderem Fahrzeuge der Marken Chrysler Sedan, Cherokee und Ram Pickups.
 

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Softwareprobleme: Fiat Chrysler ruft in den USA 4,8 Mio. Autos zurück

Brüssel (APA/dpa) - In Europa gelten seit Freitag einheitliche Datenschutzregeln. Nach zweijähriger Übergangsfrist ist die neue Datenschutzgrundverordnung (DSGVO) nun in allen 28 EU-Staaten in Kraft getreten. Sie setze "einen weltweiten Datenschutz-Standard, und darauf können wir alle stolz sein", sagte EU-Justizkommissarin Vera Jourová am Freitag in Brüssel. "Sie bringt konkreten Nutzen für Bürger ebenso wie für Unternehmen."
 

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DSGVO verbessert Datenschutz - Erste Beschwerden gegen US-Konzerne