Energieagentur IEA - Ölbranche wird Ausgaben 2016 weiter kappen

Die Internationale Energieagentur (IEA) rechnet angesichts der anhaltend niedrigen Ölpreise auch im laufenden Jahr mit deutlich weniger Investitionen in der Branche. Schon 2015 hätten die Firmen ihre Ausgaben um mehr als 100 Milliarden Dollar gekappt, sagte der IEA-Chefökonom Laszlo Varro der Nachrichtenagentur Reuters am Freitag.

Sollte der Ölpreis nicht deutlich steigen, gehe er davon aus, dass ähnliche Kürzungen auch 2016 anstünden. Dies werde sich auch auf die weltweite Förderung auswirken.

Laut Varro wird der Iran nach Aufhebung der Sanktionen im Zusammenhang mit dem Atomprogramm seine Produktion hochfahren. Die Islamische Republik werde dabei jedoch hinter ihren "geografischen" Möglichkeiten zurückbleiben. Bezüglich China sprach Varro von einem verlangsamten Nachfragewachstum, aber einem "weiterhin ansehnlichen" Plus. Weltweit werde die Ölnachfrage in den nächsten fünf Jahren im Schnitt um 1,2 Millionen Barrel (1 Barrel = 159 Liter) pro Tag zulegen.

Die richtungweisende Rohöl-Sorte Brent aus der Nordsee wurde am Freitag mit 37,20 Dollar je Barrel gehandelt. Am 20. Januar war der Preis mit 27,10 Dollar auf den tiefsten Stand seit zwölf Jahren abgerutscht. Die IEA rechnet damit, dass der Ölpreis bis 2020 auf 80 Dollar je Barrel klettern könnte.

Brüssel (APA/AFP) - Die EU-Kommission wappnet sich für die Verhängung möglicher Gegenzölle auf US-Produkte, falls die Europäische Union nicht von US-Strafzöllen auf Stahl und Aluminium ausgenommen wird. Am Freitag informierte die Brüsseler Behörde offiziell die Welthandelsorganisation WTO darüber, dass sie zur Verhängung von Gegenmaßnahmen bereit sei, wie die Kommission mitteilte.
 

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EU meldet Vergeltungszölle gegen USA bei WTO an

Tokio (APA/Reuters) - Japan will die US-Zölle auf Stahl und Aluminium unter Umständen nicht hinnehmen. Man behalte sich das Recht vor, Gegenmaßnahmen zu ergreifen, erklärte das Außenministerium am Freitag in Tokio. Demnach wurde auch die Welthandelsorganisation darüber informiert. Eine Umsetzung der Gegenmaßnahmen hänge von weiteren Schritten der USA und ihre potenziellen Auswirkungen auf japanische Firmen ab.
 

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Japan erwägt Maßnahmen gegen US-Zölle auf Stahl und Aluminium

Wien/Valletta (APA) - Malta ist neben Gibraltar die europäische Hochburg für Online-Glücksspiel. Fast 300 Online-Casinos und -Wettfirmen sind auf der Insel registriert und bedienen von dort aus Kunden in allen EU-Staaten. Die maltesische Glücksspielbehörde überwacht den Sektor aber kaum, er ist seit langem im Griff der italienischen Mafia.
 

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Digitale Glücksspielhochburg Malta im Griff der italienischen Mafia