Energieagentur IEA - Ölbranche wird Ausgaben 2016 weiter kappen

Die Internationale Energieagentur (IEA) rechnet angesichts der anhaltend niedrigen Ölpreise auch im laufenden Jahr mit deutlich weniger Investitionen in der Branche. Schon 2015 hätten die Firmen ihre Ausgaben um mehr als 100 Milliarden Dollar gekappt, sagte der IEA-Chefökonom Laszlo Varro der Nachrichtenagentur Reuters am Freitag.

Sollte der Ölpreis nicht deutlich steigen, gehe er davon aus, dass ähnliche Kürzungen auch 2016 anstünden. Dies werde sich auch auf die weltweite Förderung auswirken.

Laut Varro wird der Iran nach Aufhebung der Sanktionen im Zusammenhang mit dem Atomprogramm seine Produktion hochfahren. Die Islamische Republik werde dabei jedoch hinter ihren "geografischen" Möglichkeiten zurückbleiben. Bezüglich China sprach Varro von einem verlangsamten Nachfragewachstum, aber einem "weiterhin ansehnlichen" Plus. Weltweit werde die Ölnachfrage in den nächsten fünf Jahren im Schnitt um 1,2 Millionen Barrel (1 Barrel = 159 Liter) pro Tag zulegen.

Die richtungweisende Rohöl-Sorte Brent aus der Nordsee wurde am Freitag mit 37,20 Dollar je Barrel gehandelt. Am 20. Januar war der Preis mit 27,10 Dollar auf den tiefsten Stand seit zwölf Jahren abgerutscht. Die IEA rechnet damit, dass der Ölpreis bis 2020 auf 80 Dollar je Barrel klettern könnte.

Rom (APA) - Das italienische Modelabel Giorgio Armani will der Produktion von Accessoires mehr Gewicht verleihen. "Derzeit generieren wir 85 Prozent des Umsatzes mit Bekleidung und 15 Prozent mit Accessoires. Wir wollen dieses Verhältnis auf 70/30 in drei Jahren ändern", so Modepapst Giorgio Armani.
 

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Armani will Produktion von Accessoires steigern

Moskau/London (APA/Reuters) - Der erste große Börsengang eines russischen Unternehmens in London seit Beginn der Sanktionen im Ukraine-Konflikt vor rund drei Jahren nimmt Formen an. Die Gruppe En+, in die der Industriemagnat Oleg Deripaska sein Aluminium- und Wasserkraft-Geschäft gebündelt hat, legte am Montag die Preisspanne auf 14 bis 17 Dollar je Hinterlegungsschein (GDR) fest.
 

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London steht vor erstem großen russischen Börsengang seit 2014

Berlin (APA/dpa) - Die insolvente Fluggesellschaft Air Berlin ist im ersten Halbjahr noch tiefer in die roten Zahlen gerutscht. Das geht aus dem am Wochenende veröffentlichten Finanzbericht hervor. Demnach sind die Verluste in den ersten sechs Monaten auf fast 447,6 Mio. Euro gestiegen - gut 163 Millionen mehr als im Vorjahreszeitraum. Der Umsatz fiel zugleich von 1,7 auf rund 1,5 Mrd. Euro.
 

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Finanzbericht offenbart desolate Lage von Air Berlin