Energie Burgenland legt Töchter zusammen

Eisenstadt - Die Energie Burgenland stellt ihre Beteiligungen neu auf: Statt derzeit neun Tochterfirmen soll es künftig fünf geben. Außerdem sind bis 2020 Einsparungen im Ausmaß von sieben Mio. Euro geplant, gab der Energiedienstleister am Montag bekannt. Die neue Struktur soll bis spätestens 2017 umgesetzt werden, sagte Energie Burgenland-Vorstandsvorsitzender Michael Gerbavsits im Gespräch mit der APA.

BEWAG und Begas, die 2012 zur Energie Burgenland fusionierten, hatten bis dahin zusammen insgesamt 16 Tochterfirmen. "Das haben wir bei der Fusion schon auf neun reduziert", erläuterte Gerbavsits. Damals sei auch vereinbart worden, drei Jahre nach der Fusion noch einmal über die Struktur und die Kosten drüberzuschauen.

Im Herbst vorigen Jahres habe man dann begonnen, mit Hilfe eines Beratungsunternehmens nochmals die Strukturen zu durchleuchten. Nach der Fusion sei dies der zweite, logische Schritt. Der in den vergangenen Monaten erstellte Maßnahmenplan trägt die Bezeichnung "FIT2020".

"Pro Sparte, wo wir als integrierter Energiedienstleister und -versorger tätig sind - also Erzeugung, Netz, Vertrieb und Energiedienstleistungen, jeweils eine Tochter - das war das Ziel", so Gerbavsits. Derzeit gibt es etwa im Erzeugungsbereich mit der Energie Burgenland Windkraft, der Biomasse und mit Green Power drei Töchter. Im Netz sind es mit Netz Burgenland Strom und Netz Burgenland Erdgas zwei.

Zu den künftig vier Töchtern in den einzelnen Sparten kommt als fünfte die neu gegründete Energie Burgenland Dienstleistung und Technik. Sie soll vor allem als interner Dienstleister tätig sein, so der Vorstandschef.

Durch die Zusammenlegung der Töchter werde die Energie Burgenland Gruppe auch schlanker. Vier Geschäftsführer-Funktionen sollen mit der Umsetzung der Pläne wegfallen. Kündigungen werde es nicht geben: Man werde Abgänge nicht nachbesetzen, aber nicht in jedem Fall - etwa dann nicht, wenn man beispielsweise Geschäftsmodelle weiter-oder neue entwickle, erläuterte Gerbavsits. Dies werde aus jetziger Sicht maximal fünf Prozent des Personalstands im Konzern betreffen, der sich derzeit bei ungefähr 860 Mitarbeitern bewege.

An der Anzahl der Lehrlinge, die man ausbilde - im Schnitt seien es rund 40 pro Jahr - soll sich nichts ändern, stellte Gerbavsits fest. Den schärferen Blick auf die Kosten mache man auch, "weil die energiewirtschaftlichen Rahmenbedingungen nicht einfach sind": Strom- und Erdgaspreise würden ständig sinken, das sei für einen Stromerzeuger eine Herausforderung.

Aus den Erfahrungen von dreieinhalb Jahren seit der Fusion habe man gelernt, wo man hinsichtlich Einsparungen noch ansetzen könne. Neben der Strukturveränderung will man dies auch bei Prozessabläufen tun: "Das geht in jede Tochterfirma, in jede Abteilung. Natürlich schauen wir, dass wir auch in der Verwaltung noch effizienter werden", meinte Gerbavsits. Viele Firmen würden den Fehler machen, erst auf die Kosten zu schauen, wenn es einmal nicht so gut laufe. Es sei jedoch wichtig, "auch dann, wenn es gut läuft, die Kosten nicht aus den Augen zu verlieren, damit man auch nachhaltig gut aufgestellt ist."

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Kundl/Langkampfen/Basel (APA) - Der Novartis-Konzern investiert 200 Mio. Euro in die beiden Produktionsstandorte im Tiroler Schaftenau und in Kundl (beide Bezirk Kufstein). Dies gab das Unternehmen am Donnerstag bekannt. Daniel Palmacci, Leiter der Novartis Produktionsbetriebe in Österreich, bezeichnete dies als "ein starkes Bekenntnis" der Zentrale in Basel in die Kompetenz und Qualität der Standorte in Tirol.
 

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Novartis investiert 200 Mio. Euro in Tiroler Standorte

Rom/Menlo Park (APA) - Nachdem die US-Internetriesen Google und Amazon wegen vermuteter Steuerhinterziehung ins Visier der italienischen Justiz geraten sind, hat sich Facebook mit Italiens Steuerbehörden auf die Zahlung von 100 Mio. Euro geeinigt, um ein Steuerverfahren abzuschließen. Die Mailänder Justiz hatte dem E-Commerce-Riesen Steuerhinterziehung in Höhe von 300 Mio. Euro vorgeworfen, so italienische Medien.
 

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Facebook einigt sich mit italienischem Fiskus und zahlt 100 Mio. Euro