Emirate investieren massiv in Atomkraft und Tourismus

Die Vereinigten Arabischen Emirate (VAE) wollen ihre Abhängigkeit von Erdöl in den nächsten Jahrzehnten deutlich verringern und setzen deshalb vor allem auf Atomkraft. Bis 2020 soll ein Viertel des Energiebedarfs mit Atomkraft gedeckt werden. Geplant sind vier Atomkraftwerke mit einer Gesamtleistung von 5.600 MW - mit einem Gesamtvolumen von 18 Mrd. Euro das größte AKW-Projekt der Welt.

Daneben forcieren die Emirate auch Erneuerbare Energien, berichtete der Wirtschaftsdelegierte Richard Bandera am Mittwoch bei einem Pressegespräch in Wien. In fünf Jahren sollen 6 Prozent des Energiebedarfs durch Erneuerbare gedeckt werden, vor allem durch Solaranlagen. Das Emirat Abu Dhabi will den Beitrag des Ölsektors zu seiner Wirtschaftsleistung von derzeit 56 Prozent auf 30 bis 35 Prozent reduzieren, heißt es im Bericht des Wirtschaftsdelegierten.

Aber auch die Petrochemie wird in Abu Dhabi weiter ausgebaut - die OMV-Beteiligung Borealis betreibt gemeinsam mit der Abu Dhabi National Oil Company das Joint Venture Borouge, das den Nahen Osten und Asien beliefert.

Die Wirtschaft der Emirate, deren Einwohnerzahl etwa jener Österreich entspricht, soll bis 2020 jährlich um 4,8 Prozent wachsen, schätzt die Wirtschaftskammer. Ein starker Kojunkturmotor ist die Bauwirtschaft. Derzeit seien Projekte mit einem Gesamtvolumen von 562 Mrd. Euro entweder bereits im Bau oder noch im Planungsstadium. Vor allem das Schienennetz soll massiv ausgebaut werden.

Darüber hinaus ist Abu Dhabi auch dabei, den Tourismus aufzubauen. Aus Österreich ist Waagner Biro am Bau des Louvre Abu Dhabi beteiligt, der bis Ende dieses Jahres eröffnet werden soll.

Das Emirat Dubai hat sich als Finanzzentrum der Region etabliert. Allerdings hat die US-Ratingagentur Moody's die Banken herabgestuft, da sie mit einem Problemkredit-Anteil von 15 bis 17 Prozent belastet sind.

Österreich erzielt im Außenhandel mit den VAE einen deutlichen Überschuss, der 2014 rund 500 Mio. Euro ausgemacht hat - in die Region wird fast viermal so viel exportiert wie von dort eingeführt wird. Wichtigste Import- und Exportgüter sind elektrische Maschinen.

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EZB-Chef Draghi: Über Reformen und das Ende von Anleihenkäufen

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Kundl/Langkampfen/Basel (APA) - Der Novartis-Konzern investiert 200 Mio. Euro in die beiden Produktionsstandorte im Tiroler Schaftenau und in Kundl (beide Bezirk Kufstein). Dies gab das Unternehmen am Donnerstag bekannt. Daniel Palmacci, Leiter der Novartis Produktionsbetriebe in Österreich, bezeichnete dies als "ein starkes Bekenntnis" der Zentrale in Basel in die Kompetenz und Qualität der Standorte in Tirol.
 

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Novartis investiert 200 Mio. Euro in Tiroler Standorte

Rom/Menlo Park (APA) - Nachdem die US-Internetriesen Google und Amazon wegen vermuteter Steuerhinterziehung ins Visier der italienischen Justiz geraten sind, hat sich Facebook mit Italiens Steuerbehörden auf die Zahlung von 100 Mio. Euro geeinigt, um ein Steuerverfahren abzuschließen. Die Mailänder Justiz hatte dem E-Commerce-Riesen Steuerhinterziehung in Höhe von 300 Mio. Euro vorgeworfen, so italienische Medien.
 

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Facebook einigt sich mit italienischem Fiskus und zahlt 100 Mio. Euro