Elektromobilität: Erste öffentliche Wiener Ladestellen gehen ans Netz

Wien (APA) - In Wien sind am Donnerstag die ersten E-Ladestationen im öffentlichen Raum in Betrieb genommen worden. Die ersten zehn Ladestellen für Elektroautos gingen in Floridsdorf ans Netz, am morgigen Freitag folgen zehn weitere in der Brigittenau. Der Vollausbau mit 1.000 Ladestellen soll Ende 2020 abgeschlossen sein. "Wir sind im Zeit- und im Finanzplan", sagte die zuständige Stadträtin Ulli Sima (SPÖ).

In der ersten Phase bis zum Sommer 2018 errichtet Wien Energie im Auftrag der Stadt Wien insgesamt 230 Ladestellen mit jeweils elf Kilowatt Leistung - also zehn in jedem Bezirk. Über 60 Ladestellen in den Bezirken Leopoldstadt, Mariahilf, Neubau, Hietzing, Rudolfsheim und Ottakring sind bereits fertig und werden in den nächsten Wochen ans Netz angeschlossen. Rund 550 Ladestationen gab es schon bisher im Großraum Wien, diese befinden sich jedoch großteils in Tiefgaragen.

"Wir wollen das ganze Thema Elektromobilität in die Gänge bringen", sagte Sima bei der Inbetriebnahme der ersten Ladestelle am Floridsdorfer Spitz. "Da gibt es so eine gewisse Henne-Ei-Diskussion: Was braucht man zuerst - die Ladestellen oder die Autos? Wir versuchen jetzt mit dieser Ladestellenoffensive eine Dynamik in das Thema hineinzubringen, damit man dann auch sieht, es gibt in der Stadt eine flächendeckende Versorgung."

Die Parkzone bei den neuen öffentlichen Ladesäulen ist ausschließlich für das Stromtanken von Elektrofahrzeugen reserviert. Die E-Ladestellen können das ganze Jahr rund um die Uhr benutzt werden. Einmal Volltanken dauert je nach Akku zwischen einer und drei Stunden. Im ersten halben Jahr, also bis zum 1. Oktober, ist das Laden an den öffentlichen Ladestellen in allen Bezirken kostenlos.

"Der Ausbau der E-Ladestationen ist von enormer Bedeutung. Wir wollen ja alle das Klimaziel erreichen, dazu muss der CO2-Ausstoß verringert werden. In Wien kommen 40 Prozent des CO2-Ausstoßes aus dem Individualverkehr. Da gilt es zu handeln", sagte Wien Energie-Geschäftsführer Michael Strebl im Gespräch mit der APA. Das Unternehmen investiert laut eigenen Angaben 15 Millionen Euro in den Ladestellenausbau.

Rüsselsheim (APA/dpa) - Der Autobauer Opel trennt sich von Teilen seines Rüsselsheimer Entwicklungszentrums. Bis zu 2.000 Mitarbeiter sollen zum französischen Entwicklungsdienstleister Segula wechseln, der am Standort einen Technologie-Campus gründen will, wie beide Unternehmen am Donnerstag mitteilten. Man habe eine strategische Partnerschaft vereinbart.
 

Newsticker

Opel gibt Teile von Entwicklungszentrum ab

Berlin (APA/Reuters) - Die Deutsche Bahn will ihren Krisen-Betrieb in Deutschland bis 2023 beenden und verlangt dafür milliardenschwere Unterstützung. Zwischen 2019 und 2022 müssten fünf Mrd. Euro zusätzlich investiert werden, heißt es in Konzernunterlagen, die der Nachrichtenagentur Reuters am Donnerstag vorlagen.
 

Newsticker

Deutsche Bahn will bis 2023 wieder flott werden

Luxemburg (APA/dpa) - Preise für Flüge innerhalb der EU dürfen nach einem Urteil des Europäischen Gerichtshofs nicht in jeder beliebigen Währung angegeben werden. Airlines, die die Preise nicht in Euro ausweisen, müssten zumindest eine Währung wählen, die mit dem angebotenen Flug objektiv in Verbindung stehe, urteilten die Luxemburger Richter am Donnerstag.
 

Newsticker

EuGH: Flugpreise dürfen nicht in beliebiger Währung angegeben werden