Elektrokonzern ABB warnt vor anhaltendem Gegenwind

Die Investitionsscheu vieler Kunden macht dem Elektrotechnikkonzern ABB zu schaffen. Im 1. Quartal sank der Gewinn um 11 Prozent auf 500 Mio. Dollar (441 Mio. Euro), wie die Schweizer Firma am Mittwoch mitteilte. Wie die Rivalen Siemens oder General Electric spürt auch ABB, dass Förderunternehmen aus der Öl-, Gas- und Bergbaubranche angesichts niedriger Rohstoffpreise wenig neue Technik bestellen.

ABB-Chef Ulrich Spiesshofer warnte, dass sich daran nicht so schnell viel ändern dürfte. "2016 wird durch anhaltenden Gegenwind von den Märkten geprägt sein, sowohl von wirtschaftlicher als auch von politischer Seite."
Zum Jahresstart fiel der Umsatz um acht Prozent auf 7,9 Mrd. Dollar. Analysten hatten allerdings einen noch stärkeren Rückgang befürchtet. "Die Wachstumsinitiativen helfen uns, den Gegenwind der Märkte zu mildern," erklärte Spiesshofer. ABB beliefert traditionell neben Öl- und Gasfirmen vor allem Versorger sowie Chemiefirmen und ist nun dabei, einen Fuß ins Geschäft mit neuen Kundengruppen wie Nahrungsmittel- und Getränkehersteller zu bringen. Das laufende Sparprogramm half dem Zürcher Konzern zudem, dass der Gewinn im Quartal weniger stark einbrach als von den Anlegern befürchtet.
Die Überprüfung des Geschäfts mit Stromnetztechnik sei auf Kurs, weitere Angaben dazu will der Konzern auf einem Investorenanlass Anfang Oktober machen. Medienberichten zufolge drängt der Großaktionär Cevian darauf, das größte Geschäftsfeld teilweise oder vollständige abzuspalten. Der Finanzinvestor, der auch an Firmen wie ThyssenKrupp oder dem Baukonzern Bilfinger beteiligt ist, hält sich zu seinen Plänen für ABB bedeckt. Üblicherweise peilt Cevian mit den Änderungen in den Geschäftsportfolios und im Management aber eine Verdoppelung des Unternehmenswerts an. Davon sind die Schweden bei ABB noch weit entfernt.

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Kundl/Langkampfen/Basel (APA) - Der Novartis-Konzern investiert 200 Mio. Euro in die beiden Produktionsstandorte im Tiroler Schaftenau und in Kundl (beide Bezirk Kufstein). Dies gab das Unternehmen am Donnerstag bekannt. Daniel Palmacci, Leiter der Novartis Produktionsbetriebe in Österreich, bezeichnete dies als "ein starkes Bekenntnis" der Zentrale in Basel in die Kompetenz und Qualität der Standorte in Tirol.
 

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Novartis investiert 200 Mio. Euro in Tiroler Standorte