Einzelhandel - Verkaufsflächenrückgang der letzten Jahre 2017 beendet

Wien (APA) - Der seit 2013 anhaltende Verkaufsflächenrückgang im heimischen Einzelhandel ist 2017 beendet. Die Zahl der Geschäfte sinkt zwar weiterhin, aber wesentlich geringer als in den Jahren zuvor. Die Quadratmeterumsätze sind im vergangenen Jahr leicht gestiegen. Das sind die Ergebnisse einer heute, Freitag, vorgestellten Studie der KMU-Forschung-Austria im Auftrag der Wirtschaftskammer (WKÖ).

Die Erhebung würde durchaus positive Signale für den heimischen Einzelhandel zeigen, kommentierte Iris Thalbauer, Geschäftsführerin der Sparte Handel der WKÖ, die Ergebnisse. Trotz steigender Konkurrenz durch den Onlinehandel würde die Zahl der Verkaufsflächen konstant bleiben. Dies zeige vor allem die große Bedeutung von Multichannel, also der Verbindung von On- und Offlinehandel der heimischen Einzelhandelsunternehmen.

Insgesamt stehen den Österreichern rund 37.400 Einzelhandelsgeschäfte mit einer Gesamtfläche von rund 14 Mio. m2 zur Verfügung. Im europäischen Vergleich liegt Österreich damit im Spitzenfeld, 1,56 m2 Einzelhandelsverkaufsfläche sind hierzulande pro Einwohner verfügbar, mehr Fläche pro Einwohner gibt es nur in Belgien und den Niederlanden.

Durch den Konjunkturaufschwung des letzen Jahres seien auch die Quadratmeterumsätze leicht gestiegen, was angesichts der steigenden Onlinekonkurrenz durchaus erfreulich sei. Statt Filialnetzausdehnung würde vor allem Filialnetzoptimierung - Stichwort Multichannel - im Einzelhandel am Programm stehen, wie Ernst Gittenberger von der KMU Forschung die Studie kommentierte.

Zudem verändere sich die Struktur des heimischen Einzelhandels in den letzten Jahren konstant. Der Angebotsmix in den Innenstädten tendiere zu mehr Gastronomie und Dienstleistungen. Daneben würden Einkaufs- bzw. Fachmarktzentren und Fachmarktagglomerationen mittlerweile mehr als die Hälfte der gesamten Einzelhandelsverkaufsfläche ausmachen, erklärte Roman Schwarzenecker von des Beratungsunternehmens Standort+Markt, das die Strukturanalyse standortspezifisch untersucht hat.

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Kundl/Langkampfen/Basel (APA) - Der Novartis-Konzern investiert 200 Mio. Euro in die beiden Produktionsstandorte im Tiroler Schaftenau und in Kundl (beide Bezirk Kufstein). Dies gab das Unternehmen am Donnerstag bekannt. Daniel Palmacci, Leiter der Novartis Produktionsbetriebe in Österreich, bezeichnete dies als "ein starkes Bekenntnis" der Zentrale in Basel in die Kompetenz und Qualität der Standorte in Tirol.
 

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