Einkommenstransparenz - Frauenring drängt auf Weiterentwicklung

Der Österreichische Frauenring drängt darauf, dass die Instrumente für mehr Einkommenstransparenz weiterentwickelt werden. Das Gesetz sei ein wichtiger Schritt gewesen, diesem müssen aber weitere folgen, so die Vorsitzende Sonja Ablinger. Gefordert seien etwa neue Kriterien und Standards für die Einkommensberichte sowie die Ausweitung auf kleinere Betriebe.

Der Gender Pay Gap, der geschlechtsspezifische Lohnunterschied, belief sich laut Eurostat zuletzt auf 23,0 Prozent (2013, Brutto-Stundenverdienst). Österreich ist damit im Europavergleich Vorletzter.

Entlohnungssysteme, die nicht transparent sind, fördern diese Ungerechtigkeit, ebenso wie sogenannte Geheimhaltungsklauseln in Arbeitsverträgen, stellte Ablinger fest. Sie schlägt daher vor, dass für mehr Transparenz zusätzliche Kriterien eingeführt werden. Es brauche etwa eine gesonderte geschlechtsbezogene Auflistung von Prämien, Zulagen und Pauschalen sowie von Überstunden. Vollzeit und Teilzeit sollen ausgewiesen sowie die Differenz beim Entgelt in Prozent angegeben werden.

Derzeit sind Unternehmen mit mehr als 150 Mitarbeitern für die Berichtslegung verpflichtet. Geht es nach dem Frauenring, sollten wie etwa in Schweden Firmen ab 20 Beschäftigten einen Einkommensbericht erstellen müssen. Die Ausweitung auf kleinere Betriebe haben auch schon Frauenministerin Gabriele Heinisch-Hosek (SPÖ) sowie die ÖGB-Frauen wiederholt gefordert.

Ablinger spricht sich weiters dafür aus, dass die Regelungen zur Verschwiegenheit gelockert und den Arbeitnehmern etwa ein besserer Zugang ermöglicht werde. Damit die Berichte nicht in der Schublade verschwinden, sollte es auch einen verpflichtenden Austausch zwischen Arbeitgeber und Betriebsrat über die Ergebnisse geben. Bestehen Unterschiede bei den Gehältern, müsse ein konkreter Maßnahmenplan folgen.

Sinnvoll wäre aus Sicht des Frauenrings außerdem die Einrichtung einer Stelle, die die Einkommensberichte evaluiert. Vorstellbar wäre hierfür etwa die Gleichbehandlungsanwaltschaft.

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EZB-Chef Draghi: Über Reformen und das Ende von Anleihenkäufen

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Kundl/Langkampfen/Basel (APA) - Der Novartis-Konzern investiert 200 Mio. Euro in die beiden Produktionsstandorte im Tiroler Schaftenau und in Kundl (beide Bezirk Kufstein). Dies gab das Unternehmen am Donnerstag bekannt. Daniel Palmacci, Leiter der Novartis Produktionsbetriebe in Österreich, bezeichnete dies als "ein starkes Bekenntnis" der Zentrale in Basel in die Kompetenz und Qualität der Standorte in Tirol.
 

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Novartis investiert 200 Mio. Euro in Tiroler Standorte

Rom/Menlo Park (APA) - Nachdem die US-Internetriesen Google und Amazon wegen vermuteter Steuerhinterziehung ins Visier der italienischen Justiz geraten sind, hat sich Facebook mit Italiens Steuerbehörden auf die Zahlung von 100 Mio. Euro geeinigt, um ein Steuerverfahren abzuschließen. Die Mailänder Justiz hatte dem E-Commerce-Riesen Steuerhinterziehung in Höhe von 300 Mio. Euro vorgeworfen, so italienische Medien.
 

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Facebook einigt sich mit italienischem Fiskus und zahlt 100 Mio. Euro