Einige Heta-Gläubiger wollen Kompromiss schließen

Im festgefahrenen Streit über die Abwicklung der Krisenbank Heta wollen nun doch einige Investoren einlenken. "Die Gläubiger werden nicht auf den Maximalbetrag beharren und sind bereit für einen Verhandlungskompromiss", sagte Investor Urs Fähndrich, Sprecher der Gläubigergruppe "Teutonia"

Bisher hatte die Investorengruppe, die insgesamt Heta-Anleihen mit einem Volumen von rund 200 Millionen Euro hält, auf eine vollständige Rückzahlung ihrer Forderungen gepocht. Das Angebot des Bundeslandes Kärntens zum Rückkauf der Papiere mit einem Abschlag wurde daher Mitte März ausgeschlagen. Auch eine deutlich höher beteiligte Gläubigergruppe um die Commerzbank zeigte sich kürzlich gesprächsbereit.

Vorstellbar sei für die Gläubigergruppe Teutonia, dass die Laufzeit für die von Österreich angebotene Bundesanleihe verkürzt werde. "Wenn man die Laufzeit auf sieben bis neun Jahre verkürzt, wäre das ein gangbarer Weg", sagte Fähndrich. Finanzminister Hans Jörg Schelling hatte den Heta-Gläubigern angeboten, ihr Geld in eine 18-jährige Bundesanleihe zu investieren, wenn sie ihre Heta-Papiere zu 75 Prozent des Nominalwerts abgeben. Das war vielen Investoren zu wenig. Bereits vor Ablauf der Annahmefrist machte der Minister klar, dass an den Konditionen für die Anleihe nicht gerüttelt werde. Österreich müsse zu marktkonformen Bedingungen emittieren, sonst drohe ein Beihilfeverfahren. Auch ein neues Angebot schloss der Finanzminister aus.

Klagenfurt (APA) - Kärntens Landeshauptmann Peter Kaiser (SPÖ) hat für eine Steuerautonomie der Bundesländer nicht viel übrig. In einer Aussendung am Montag bekundete er "massive Zweifel" an der Sinnhaftigkeit einer solchen. Neun Länder- und ein Bundessteuersystem würden zu einer "Verwaltungs- und Bürokratieexplosion" führen, meint Kaiser.
 

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Steuerautonomie - Kaiser gegen "Verwaltungs- und Bürokratieexplosion"

Brüssel/Athen (APA) - Die EU Kommission hat sich am Montag erfreut darüber gezeigt, dass Griechenland das dreijährige Stabilisierungsprogramm im Rahmen des Euro-Rettungsschirms ESM verlässt. Das hoch verschuldete Land muss nun erstmals seit über acht Jahren ohne internationale Finanzhilfen auskommen. Dies sei ein wichtiger Moment für Griechenland und die Welt, sagte Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker.
 

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Griechenland verlässt Euro-Rettungschirm - EU-Kommission erfreut

Sydney (APA/Reuters) - Ein erbitterter Streit um Einweg-Plastiksackerl lastet auf Australiens größter Supermarktkette Woolworths. Die Kette, die über Jahre rasant gewachsen war, steigerte ihren Umsatz in den ersten sieben Wochen ihres neuen Geschäftsjahres nur um 1,3 Prozent - im Vorquartal waren es noch 3,1 Prozent, wie Woolworths am Montag mitteilte.
 

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Plastiksackerl-Streit bremste Wachstum australischer Supermarktkette