Einbruch auf Europas Automarkt hält an - VW über 20 Prozent im Minus

Brüssel (APA/dpa) - Der europäische Automarkt hat auch im Oktober einen Dämpfer bekommen - beim Volkswagen-Konzern ging der Absatz um mehr als ein Fünftel zurück. Insgesamt setzte sich der Negativtrend aus dem September fort, in dem bereits viele Hersteller Rückgänge wegen der Umstellung auf das neue Abgas-Prüfverfahren WLTP verzeichnen mussten.

Der europäische Branchenverband Acea nannte dies am Donnerstag auch als einen Grund für die jüngste Entwicklung: Die Oktober-Neuzulassungen fielen in den EU-Ländern im Vergleich zum Vorjahresmonat um 7,3 Prozent auf 1,08 Millionen Autos. Vor dem Inkrafttreten der neuen Norm hatten die Hersteller noch viele Modelle nach dem alten Standard verkauft.

Beim VW-Konzern verringerte sich der Europa-Absatz laut Acea um 21,5 Prozent. Bei dem vom französischen PSA-Konzern übernommenen Autobauer Opel gab es - zusammen mit der britischen Schwestermarke Vauxhall - ein Minus von 6,7 Prozent. BMW steigerte dagegen die Zulassungen im Oktober um 14,5 Prozent. Für Daimler ging es um 7,5 Prozent bergauf.

In allen europäischen Hauptmärkten nahm die Nachfrage ab. Seit dem Jahresbeginn gerechnet, verzeichneten hingegen nur Italien (-3,2 Prozent) und Großbritannien (-7,2 Prozent) ein Minus. In Spanien legten die Zulassungen um 10,0 Prozent zu. Dahinter folgen Frankreich (+5,7 Prozent) und Deutschland (+1,4 Prozent). Insgesamt steht ein Plus von 1,6 Prozent auf 13,04 Millionen Fahrzeuge in der Statistik.

Branchenexperte Peter Fuß von der Unternehmensberatung EY erwartet, dass sich die Lage im November wieder normalisiert. Das gesamte Jahr 2018 könnte für den Markt mit einem kleinen Absatzplus von 2 Prozent enden. Der Präsident des deutschen Verbands der Automobilindustrie (VDA), Bernhard Mattes, wies darauf hin, dass die heimischen Hersteller in den ersten drei Quartalen etwa in China deutlich mehr Autos verkaufen konnten. Für die deutsche Konjunktur insgesamt hatte der WLTP-Einbruch allerdings schon Folgen: Er war mit ein Faktor dafür, dass die Wirtschaftsleistung der deutschen Republik im dritten Quartal erstmals seit dreieinhalb Jahren wieder leicht sank.

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Kundl/Langkampfen/Basel (APA) - Der Novartis-Konzern investiert 200 Mio. Euro in die beiden Produktionsstandorte im Tiroler Schaftenau und in Kundl (beide Bezirk Kufstein). Dies gab das Unternehmen am Donnerstag bekannt. Daniel Palmacci, Leiter der Novartis Produktionsbetriebe in Österreich, bezeichnete dies als "ein starkes Bekenntnis" der Zentrale in Basel in die Kompetenz und Qualität der Standorte in Tirol.
 

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