Ein Jahr nach Schließung von Nestle in Linz - Spitz-Chef kaufte Grund

Linz/Vevey (APA) - Rund ein Jahr nach Bekanntgabe, das Nestle-Werk in der Linzer Franckstraße bis spätestens März 2018 schrittweise stillzulegen, wurde am Freitag der neue Eigentümer der Liegenschaft präsentiert: Der Fruchtsaft-Industrielle Walter Scherb (Spitz) sowie oö. Partner haben es zu einem nicht genannten Preis gekauft. Von den 127 Nestle-Mitarbeitern haben 29 einen neuen Job.

"Am 21. Dezember 2017 ist die letze Palette in Linz vom Band gelaufen", erklärte der Geschäftsführer von Nestle Österreich, Fabrice Favero. Es wurde in enger Kooperation mit dem Land und der Stadt Linz daran gearbeitet, den Betroffenen "eine sichere Zukunftsperspektive zu geben" erklärte Landeshauptmann Thomas Stelzer. Sein Stellvertreter Michael Strugl (beide ÖVP) sprach von einem "Best-Practice-Modell, wie man eine solche Situation bewältigen kann". 29 Ex-Mitarbeiter haben eine neue Beschäftigung gefunden, 20 gingen in Altersteilzeit und drei in Pension. 61 befinden sich in einer Arbeitsstiftung, von denen sind 28 in einer Ausbildung und 33 in einer Berufsorientierung. 14 sind im Sozialplan von Nestle, wollen aber keine Unterstützung, hieß es am Freitag.

Mit 1. April ging die Liegenschaft an den neuen Eigentümer über. Die leer stehenden Büros und Lagerhallen sollen zwischenzeitlich vermietet werden, bis ein neues Konzept mit neuen Gebäuden steht. Dort werde aber kein Spitz-Werk entstehen, stellte Scherb klar. Bürgermeister Klaus Luger (SPÖ) will, dass das Areal als Betriebsgebiet der Stadt erhalten bleibe.

In der Pressekonferenz teilte Favero auch mit, dass die Österreich Zentrale von Froneri, ein Joint Venture für Speiseeis und Tiefkühlkost, an dem Nestle zur Hälfte beteiligt ist, von Wien nach Linz verlegt wird. Schon jetzt befindet sich direkt neben dem veräußerten Grundstück in der Franckstraße das Verkaufsbüro von Froneri. Statt 25 werden künftig 35 Mitarbeiter dort arbeiten. Die Verlegung des Headquarters des Unternehmens, das u. a. Marken wie Schöller, Mövenpick oder Milka vertreibt, freute vor allem die Politiker. Es sein ein "wichtiges Signal" für den Wirtschaftsstandort Oberösterreich.

Nestle hatte vergangenes Jahr die Schließung des Produktionsstandortes in Linz damit begründet, dass das Werk seit Jahren mit "Nachfrage-und Produktionsrückgängen aufgrund geänderter Konsumtrends" konfrontiert sei. An dem 1879 eröffneten Standort wurden zuletzt pro Jahr rund 6.000 Tonnen Lebensmittel produziert.

Wien/Pfäffikon (APA) - Bei der insolventen Modekette Charles Vögele sind laut "Presse" (online) noch zwei Interessenten im Rennen - diese sind höchst unterschiedlich und bisher noch nicht in Österreich tätig. Demnach bietet zum einen der deutsche Finanzberater GA Europe, der sich auf Restrukturierungen spezialisiert hat. Auch der niederländische Modekonzern Victory and Dreams wolle zuschlagen.
 

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Vögele - Noch zwei Bieter im Rennen, Zuschlag am Donnerstag möglich

Wien (APA) - Die Umstellung auf einen praxisnäheren Messzyklus bei Pkw-Abgastests sorgt im Herbst für längere Lieferzeiten bei Neuwagen, warnt die Autoindustrie. "Alle Modelle müssen neu geprüft werden, inklusive allen einzelnen Modellvarianten, die sich aufgrund diverser Ausstattungs-, Motorisierungsmöglichkeiten etc. unterscheiden", so Günther Kerle, Sprecher der österreichischen Automobilimporteure.
 

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Pkw-Hersteller: Neuer Abgastest sorgt für längere Lieferzeiten

Berlin (APA/Reuters) - Immer mehr Flüchtlinge und Migranten werden in den deutschen Arbeitsmarkt integriert. Im Mai 2018 gingen nach Angaben der Bundesanstalt für Arbeit (BA) vom Dienstag 306.574 Personen aus den acht Haupt-Asylzugangsländern einer Beschäftigung nach. Im Mai 2017 waren es noch 203.736 Personen gewesen. Stark gestiegen ist auch die Zahl der sozialversicherten Beschäftigten:
 

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Immer mehr Flüchtlinge in Deutschland in Arbeitsmarkt integriert