EIB vergab im Vorjahr in Österreich 1,8 Mrd. Euro

Im Vorjahr hat die Europäische Investitionsbank (EIB) 1,8 Mrd. Euro an Darlehen für Projekte in Österreich vergeben. Ein Drittel der Summe (600 Mio. Euro) ging an die ÖBB für die Modernisierung der Südbahn. 180 Mio. Euro erhielt die Asfinag für die Tunnelsicherheit am Arlberg, sagten EIB-Vizepräsident Ambroise Fayolle und EIB-Österreich-Chef Martin Brunkhorst am Donnerstag in Wien.

Die Wiener Hauptkläranlage erhielt von der EIB ebenso ein Darlehen von 150 Mio. Euro wie die Tiwag für ein Wasserkraftwerk am Oberlauf des Inn. Die Kelag konnte auf 50 Mio. Euro zurückgreifen. Als weiteres Großprojekt erhielt die Firma Swietelsky 50 Mio. Euro für die Entwicklung einer innovativen Gleispflegemaschine. Die EIB hat aber auch 395 Mio. Euro für Investitionen von KMU und "Midcap"-Unternehmen, die bis zu 3.000 Beschäftigte haben, in die österreichische Wirtschaft gepumpt. Diese Gelder fließen über österreichische Banken, die ihren Kreditnehmern den Zinsvorteil, den die EIB als besonders gute Gläubigerin hat, weitergeben müssen. Typischerweise ergibt sich daraus ein Zinsvorteil von 0,2 bis 0,5 Prozent für die Kunden, so Brunkhorst.

Die EIB hat insgesamt im Vorjahr 77,5 Mrd. Euro an Darlehen vergeben, ihre Tochter für Klein- und Mittelbetriebe weitere 7 Mrd. Euro. Darin enthalten sind auch 7,5 Mrd. Euro für Projekte des "Juncker-Fonds" (EFSI). Damit seien über 50 Mrd. Euro an Investitionen ausgelöst worden, so die EIB, das seien 16 Prozent des Zielvolumens von 315 Mrd. Euro.

Die EIB hat die Oberaufsicht über den EFSI. Der Fonds wird aber nicht so sehr mehr Investitionen der EIB bringen, sondern risikoreichere, erläuterte Fayolle. Bisher waren nur vier von knapp 80 Mrd. Euro "risikoreich", in den nächsten drei Jahren werden es rund 20 Mrd. sein, also fast ein Viertel. "Das ist eine Änderung in der DNA der Bank", so Fayolle. Auch ermögliche man damit Versicherungen oder anderen institutionellen Investoren, die weniger risikoreichen Teile von Projekten zu finanzieren.

Indirekt wird durch EFSI aber doch auch mehr Darlehensvergabe ermöglicht. Denn die Kapitalerhöhung um 10 Mrd. Euro im Jahr 2011 wurde schon in mehr Darlehen umgesetzt, ohne das neue Projekt der EU-Kommission wäre man wieder auf das frühere Volumen von rund 50 Mrd. Euro zurückgefallen, so Fayolle.

Steyr Motors fährt in die Pleite - und will neu durchstarten

Bonität

Steyr Motors fährt in die Pleite - und will neu durchstarten

EZB-Chef Draghi: Über Reformen und das Ende von Anleihenkäufen

Wirtschaft

EZB-Chef Draghi: Über Reformen und das Ende von Anleihenkäufen

Kundl/Langkampfen/Basel (APA) - Der Novartis-Konzern investiert 200 Mio. Euro in die beiden Produktionsstandorte im Tiroler Schaftenau und in Kundl (beide Bezirk Kufstein). Dies gab das Unternehmen am Donnerstag bekannt. Daniel Palmacci, Leiter der Novartis Produktionsbetriebe in Österreich, bezeichnete dies als "ein starkes Bekenntnis" der Zentrale in Basel in die Kompetenz und Qualität der Standorte in Tirol.
 

Newsticker

Novartis investiert 200 Mio. Euro in Tiroler Standorte

Rom/Menlo Park (APA) - Nachdem die US-Internetriesen Google und Amazon wegen vermuteter Steuerhinterziehung ins Visier der italienischen Justiz geraten sind, hat sich Facebook mit Italiens Steuerbehörden auf die Zahlung von 100 Mio. Euro geeinigt, um ein Steuerverfahren abzuschließen. Die Mailänder Justiz hatte dem E-Commerce-Riesen Steuerhinterziehung in Höhe von 300 Mio. Euro vorgeworfen, so italienische Medien.
 

Newsticker

Facebook einigt sich mit italienischem Fiskus und zahlt 100 Mio. Euro