EBA weist Kritik an jüngstem Banken-Stresstest zurück

Frankfurt (APA/Reuters) - Die Europäische Bankenaufsichtsbehörde EBA hat Kritik am Design des jüngsten Banken-Stresstests zurückgewiesen. Bei der Auswahl der Kreditinstitute sei nicht darauf geachtet worden, dass ein möglichst gutes Ergebnis bei dem Test herauskomme, sagte EBA-Direktor Adam Farkas am Dienstag in Frankfurt. "Das war klar nicht der Fall. Das wäre auch viel zu offensichtlich gewesen."

Dass Problembanken wie beispielsweise die italienische Bank Monte dei Paschi die Siena nicht geprüft wurden, liege vielmehr daran, dass diese sich ohnehin gerade restrukturiert und damit von den Aufsehern enger begleitet würden als in normalen Zeiten.

Die Aufseher hätten bei dem Test ein möglichst realistisches Bild vom Zustand und der Widerstandskraft der wichtigsten Banken in der EU bekommen wollen. "Deshalb haben wir diejenigen Banken weggelassen, die bereits von den Behörden eng begleitet werden", sagte Farkas. Bei dem Fitnesscheck hatten EBA und Europäische Zentralbank (EZB) 48 Banken unter die Lupe genommen und eine schwere Wirtschafts- und Finanzkrise simuliert. Durchfallen konnte bei der Übung zwar kein Institut, die Behörden wollen die Ergebnisse jedoch dafür verwenden, einzelnen Banken individuelle Kapitalaufschläge vorzuschreiben, um sie für den Krisenfall stabiler zu machen.

Bei dem Test, dessen Ergebnisse Anfang des Monats publik gemacht worden waren, hatten erwartungsgemäß die italienischen, aber auch die britischen und deutschen Geldhäuser besonders schwach abgeschnitten. Unter den deutschen Banken waren die NordLB und die Deutsche Bank die Schlusslichter.

Steyr Motors fährt in die Pleite - und will neu durchstarten

Bonität

Steyr Motors fährt in die Pleite - und will neu durchstarten

EZB-Chef Draghi: Über Reformen und das Ende von Anleihenkäufen

Wirtschaft

EZB-Chef Draghi: Über Reformen und das Ende von Anleihenkäufen

Kundl/Langkampfen/Basel (APA) - Der Novartis-Konzern investiert 200 Mio. Euro in die beiden Produktionsstandorte im Tiroler Schaftenau und in Kundl (beide Bezirk Kufstein). Dies gab das Unternehmen am Donnerstag bekannt. Daniel Palmacci, Leiter der Novartis Produktionsbetriebe in Österreich, bezeichnete dies als "ein starkes Bekenntnis" der Zentrale in Basel in die Kompetenz und Qualität der Standorte in Tirol.
 

Newsticker

Novartis investiert 200 Mio. Euro in Tiroler Standorte