E.ON-Tochter bietet in Österreich jetzt auch Gas an

Wien - Seit Dezember verkauft die E.ON-Tochter "E wie einfach" in Österreich Strom an Privatkunden - seit Anfang April auch Erdgas. Das Gas kostet im Schnitt 3 Cent pro Kilowattstunde, bei Strom sind es 6 Cent. Bei beiden Energieträgern gibt es in den ersten zwölf Monaten 50 Prozent Rabatt. Bis Anfang 2017 peilt das Unternehmen in Österreich eine fünfstellige Kundenzahl an.

Mit "EinfachStrom" hat man es bisher, vier Monate nach Marktstart, auf eine vierstellige Abnehmerzahl gebracht, sagte "E wie einfach"-Geschäftsführer Oliver Bolay zur APA. Die genannten Preise beziehen sich ausschließlich auf die Energiekomponente - ohne Netztarif, Steuern, Abgaben. Für einen Haushalt mit 3.500 kWh Jahresverbrauch wären das 210 Euro jährlich. Für "EinfachGas" rechnet Bolay vor allem mit Abnehmern im Bereich von 20.000 bis 30.000 kWh jährlich; Gewerbekunden könnten darüber liegen, Privatkunden auch darunter.
Preislich möchte man in Österreich bei Strom und Gas unter den fünf günstigsten Anbietern liegen - noch ambitioniertere Ziele verunmöglicht der starke Wettbewerb. In ein Preisdumping wolle man nicht einsteigen, betont Bolay. Den Break-even in Österreich will die E.ON-Tochter binnen zwei Jahren erreicht haben.
Potenzial sieht "E wie einfach" in der Alpenrepublik aufgrund des noch recht trägen Wechselverhaltens am heimischen Energiemarkt. Bereits in Deutschland habe man gezeigt, dass es möglich sei, Wechselbewegungen zu erzeugen und den Markt aufzubrechen. Dort setzte die E.ON-Tochter zuletzt circa 350 Mio. Euro um - seit 2007 hat sie über 1,5 Mio. Kunden gewonnen, aktuell liegt die Zahl durch Weiterwechseln natürlich tiefer.
Wie bei Strom gibt es auch bei Gas eine 12-monatige Energiepreis-Garantie auf die Beschaffungs- und Vertriebskosten. Regional können die Preise etwas variieren. Dies hänge primär von der Kalkulation der realen Kosten ab, aber es sei auch das regionale Markt- und Wettbewerbsumfeld zu berücksichtigen. Die offerierte Elektrizität ist 100 Prozent Ökostrom aus österreichischer Wasserkraft.
Das Gas für Österreich wird von Bayerngas geliefert. Bayerngas habe alle ausreichenden Mengen-Garantien abgebeben, betont Bolay: "Selbst eine sechsstellige Kundenzahl könnten wir an kalten Tagen beliefern."
Mehr als 50 Prozent der Kunden sollen über den eigenen Vertrieb kommen - nämlich die "E wie einfach"-Website und das Call Center -, der Rest durch das Vergleichsportal durchblicker.at und die Website des Regulators E-Control.

München (APA/Reuters) - Siemens kauft das US-Technologieunternehmen Austemper Design Systems, einen jungen Softwareanbieter für Sicherheitsanwendungen. Mit der Übernahme könne Siemens sein Angebot an Kunden ergänzen, die sich mit autonomem Fahren sowie der Digitalisierung von Produktionsbetrieben und Infrastruktur beschäftigen, teilte das Unternehmen mit. Die Details der Übernahme würden nicht bekannt gegeben.
 

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Siemens kauft US-Technologie-Start-up

Washington (APA/AFP/Reuters) - "Baut sie hier!": US-Präsident Donald Trump hat im Handelsstreit mit der EU erneut mit Strafzöllen auf europäische Auto-Importe gedroht. Wenn die Europäische Union nicht "bald" ihre langjährigen Zölle und Barrieren für US-Produkte "niederbricht und beseitigt", würden die USA einen 20-prozentigen Tarif auf alle aus der EU eingeführten Autos verhängen, schrieb Trump am Freitag auf Twitter.
 

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Trump droht wieder mit Zöllen auf EU-Autos: "Baut sie hier!"

Brüssel (APA/dpa/Reuters) - Mit Zöllen auf amerikanische Produkte wie Whiskey, Jeans, Motorräder und Erdnussbutter hat die EU im Handelsstreit mit den USA zurückgeschlagen. Die Vergeltungszölle sind in der Nacht zum Freitag in Kraft getreten. Auf europäische Verbraucher dürften bei einigen Produkten Preiserhöhungen zukommen.
 

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Zölle auf US-Produkte in Kraft: Einige Produkte dürften teurer werden