E-Control vermisst zu "Grünem Gas" noch konkrete Projekte

Wien (APA) - Eine Nutzung der heimischen Erdgasinfrastruktur auch zur Einspeisung von "Grünem Gas" brächte in einem Energiesystem der Zukunft die geringsten Kosten im Vergleich zu einem reinen Strom- oder einem Strom-Gasspeicher-Modell, sagt die Leiterin der Gasabteilung beim Regulator E-Control, Carola Millgramm.

Doch bedürfe es im Bereich von "Grünem Gas" erst konkreter Projekte, damit die Politik den wertvollen Beitrag von Gas für die Energiezukunft erkennen könne. Es gebe verschiedene Chancen für die Gasinfrastruktur. Gehyped werde oft nur Strom, aber vorstellbar sei ja auch Power-to-Gas - die Erzeugung von Gas durch Überschussstrom, so Millgramm in einem Webinar der Behörde.

Als "Grüne Gase" ins Netz eingespeist werden könnten etwa Wasserstoff und Biomethan. Dass sich Wasserstoff durch Elektrolyse von Wasser mit Strom gewinnen lasse, sei erstmals 1878/79 getestet worden. Damit könne die Gasinfrastruktur volkswirtschaftlich sinnvoll genutzt werden. Bei Biogas gebe es Einspeisungen ins Gasnetz erst durch ganz wenige Anlagen - aber Hunderte Anlagen, die direkt verstromen. Ein Anschlusserfordernis sei hier ein Netzzutritts- und Zugangsantrag beim jeweiligen Netzbetreiber.

Die bestehende Gasinfrastruktur biete großvolumige, saisonale Speichermöglichkeiten, die bisher für Strom nicht vorhanden seien, erläuterte die Leiterin der Gasabteilung. Die Nutzung von Gasinfrastruktur könne die Notwendigkeit zum Ausbau der Strominfrastruktur verringern - das bedeute geringere Kosten für Endverbraucher durch die Nutzung der Gasinfrastruktur. Das alles erhöhe die Akzeptanz und die Durchsetzbarkeit der heimischen Energiestrategie, so Millgramm.

Steyr Motors fährt in die Pleite - und will neu durchstarten

Bonität

Steyr Motors fährt in die Pleite - und will neu durchstarten

EZB-Chef Draghi: Über Reformen und das Ende von Anleihenkäufen

Wirtschaft

EZB-Chef Draghi: Über Reformen und das Ende von Anleihenkäufen

Kundl/Langkampfen/Basel (APA) - Der Novartis-Konzern investiert 200 Mio. Euro in die beiden Produktionsstandorte im Tiroler Schaftenau und in Kundl (beide Bezirk Kufstein). Dies gab das Unternehmen am Donnerstag bekannt. Daniel Palmacci, Leiter der Novartis Produktionsbetriebe in Österreich, bezeichnete dies als "ein starkes Bekenntnis" der Zentrale in Basel in die Kompetenz und Qualität der Standorte in Tirol.
 

Newsticker

Novartis investiert 200 Mio. Euro in Tiroler Standorte