Dünger für Kleinbauern - K+S baut Geschäft in Uganda auf

Kassel (APA/dpa) - Der deutsche Dünger- und Salzproduzent K+S will sich in Afrika auf neuem Wege Geschäftsfelder erschließen. "Die Subsahara ist für uns eine Region mit sehr großem Wachstumspotenzial, das an Brasilien, Indien oder China der vergangenen Jahrzehnte erinnert", erklärte K+S-Vorstand Burkhard Lohr am Freitag in Kassel.

Er traf sich mit einem Vertreter des ugandischen Partner-Agrarunternehmens Grainpulse. K+S investiere derzeit im oberen einstelligen Millionen-Euro-Bereich in Agrarinfrastruktur in Uganda wie Düngermischanlagen und Anlagen zum Umschlag von Getreide. Der Konzern will im zweiten Schritt eine digitale Handelsplattform dort aufbauen.

Über das bereits vorhandene Mobilfunknetz und einen ugandischen Partner sollen Kleinbauern dann Dünger von K+S beziehen. Die Landwirte könnten so nach der Ernte ihre Produkte, etwa Kaffee, über die Plattform zu transparenten Preisen an lokale Großhändler verkaufen, mit denen das Unternehmen ebenfalls kooperiere. "K+S hat im Bereich Ostafrika ein anderes Geschäftsmodell als in anderen Regionen: Wir sind näher am Endkunden", erklärte ein Sprecher. Der Konzern wolle "mittel- bis langfristig" dort Geld verdienen. Details nannte das Unternehmen nicht.

Der MDax-Konzern plane, das Geschäftsmodell später auf andere Länder in der Region auszudehnen. Der Einsatz von Düngemitteln sei dort mit nur 8 Kilogramm pro Hektar Land vergleichsweise niedrig, die Ernte gering. Weltweit würden durchschnittlich 135 Kilogramm pro Hektar eingesetzt. K+S ist seit 2013 in Uganda aktiv: Damals startete das Unternehmen das Hilfsprojekt "Growth for Uganda", bei dem Bauern landwirtschaftlich geschult wurden. Die Aktivitäten in Afrika sind Teil der neuen Unternehmensstrategie "Shaping 2030".

Frankfurt (APA/dpa) - Die Deutschen werden trotz mageren Zinsen immer vermögender - zumindest in der Summe. Auf den Rekordwert von 5.977 Milliarden Euro stieg das Geldvermögen der privaten Haushalte im zweiten Quartal 2018, wie die Deutsche Bundesbank am Mittwoch in Frankfurt mitteilte. Das waren gut 80 Milliarden Euro mehr als in den ersten drei Monaten des laufenden Jahres.
 

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Geldvermögen der Deutschen weiter gestiegen

Wien (APA) - Großbritannien wäre von einem Hard Brexit wirtschaftlich stärker negativ betroffen als die verbliebenen EU-27-Staaten. Zu diesem Ergebnis kommen der VWL-Professor Harald Oberhofer von der WU Wien und der VWL-Professor Michael Pfaffermayr von der Uni Innsbruck in einer Studie. Die Exporte Großbritanniens in die EU würden 2019 um 37 Prozent einbrechen, umgekehrt würde das minus 30 Prozent betragen.
 

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Hard Brexit - Austro-Ökonomen sehen mehr Negativfolgen für UK als EU

Wien (APA) - Die NEOS bleiben dabei: Sie werden heute im Verfassungsausschuss die Verankerung des Staatsziels Wirtschaft nicht mittragen, sondern die Vertagung verlangen, betonte Parteichefin Beate Meinl-Reisinger Mittwoch in einer Pressekonferenz. Sie "erwartet" Verhandlungen zur UVP-Novelle über die Streichung der - per Abänderungsantrag angehängten - "NGO-Schikane".
 

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Staatsziel Wirtschaft - NEOS lassen sich "nicht papierln"