Düngemittelkonzern Potash lässt bei K+S nicht locker

Kassel - Der kanadische Düngemittelkonzern Potash lässt sich durch die Ablehnung seines Offerts durch den deutschen Konkurrenten K+S nicht entmutigen. Der Konzern sei überzeugt, dass die Bedenken von K+S in gemeinsamen Gesprächen aus dem Weg geräumt werden könnten, teilte Potash mit. "Wir wollen so bald wie möglich mit dem Management von K+S zusammentreffen", sagte Potash-Chef Jochen Tilk.

K+S hatte am Donnerstag das Offert des um einiges größeren kanadischen Rivalen mit deutlichen Worten zurückgewiesen: "K+S braucht Potash nicht", sagte Vorstandschef Norbert Steiner. Das Angebot der Kanadier, das K+S mit knapp 8 Mrd. Euro bewertet, reflektiere den Wert des Unternehmens nicht angemessen. Steiner befürchtet zudem, dass Potash nach einer Übernahme die Produktion in den deutschen Minen von K+S herunterfahren könnte, um das Angebot am Markt für Kali-Düngemittel zu verknappen. Damit würde ein Teil der weltweit 14.000 Arbeitsplätze bei K+S auf der Kippe stehen. Potash habe bei diesen Punkten bisher keine konkreten Zusagen gemacht, sagte Steiner. "Derjenige, der behauptet, dass es keine Probleme mit den Arbeitsplätzen gibt, muss belegen, dass es so ist."

Potash betonte, das Unternehmen plane bei einer erfolgreichen Übernahme weder den Abbau von Arbeitsplätzen noch die Verringerung der Produktion. Auch ein Verkauf des Salz-Geschäfts stehe nicht zur Debatte. Potash freue sich darauf, sämtliche Themen gemeinsam mit K+S zu besprechen. Dazu gehöre auch die Wahrung der Interessen von Arbeitnehmern und Standorten.

London (APA/Reuters/dpa) - Einen Tag nach dem von Konfrontation geprägten EU-Gipfel in Salzburg hat die britische Premierministerin Theresa May Härte demonstriert und von Brüssel neue Brexit-Vorschläge gefordert. Die Verhandlungen seien in einer Sackgasse. "Ich habe die EU immer mit Respekt behandelt. Großbritannien erwartet dasselbe", sagte May in ungewöhnlich scharfen Worten am Freitag in London.
 

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May demonstriert nach EU-Gipfel Härte in Brexit-Gesprächen

Wien/Stuttgart (APA) - "Wir müssen ein anderes Denken üben", so der Appell von Eckhard Minx, Zukunftsforscher und Vorstandssprecher der "Daimler und Benz Stiftung" beim heutigen "Deutsch-Österreichischen Technologieforum" in Wien. Die Menschen hätten das "Trugbild der Beständigkeit" im Kopf, dabei stehe die Gesellschaft vor einem grundsätzlichen Wandel. "Digitalisierung ist so was wie ein Tsunami", so Minx.
 

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Zukunftsforscher: "Digitalisierung ist so was wie ein Tsunami"

Wien (APA) - Zahlreiche Missstände hat der Rechnungshofbericht zur bereits aufgelösten Bundesanstalt für Verkehr (BAV) zutage gebracht. Nachdem der RH die Staatsanwaltschaft eingeschaltet hat, wird gegen drei Beschuldigte wegen Amtsmissbrauch und Untreueverdacht ermittelt. So sollen Millionen zu viel überwiesen worden sein, knapp 350.000 Euro ohne Gegenleistung gezahlt und Untersuchungsberichte nie veröffentlicht worden sein.
 

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Bundesanstalt für Verkehr: Amtsmissbrauch- und Untreueverdacht