Drohender Stellenabbau bei VW in Deutschland

In einem VW-Werk in Ostfriesland müssen nach einem Zeitungsbericht 300 Arbeiter gehen. Der Betriebsrat fordert Details zu Personalplanung

Emden/Wolfsburg. Drohende Jobverluste im VW-Werk im ostfriesischen Emden haben den Gesamtbetriebsrat des Autobauers alarmiert. Ein Sprecher der Arbeitnehmervertretung sagte am Dienstag, dass der Betriebsrat einen Besuch des VW-Markenvorstandes in Emden am (morgigen) Mittwoch nutzen wolle, um für Klarheit zu sorgen.

"Wir werden dann ein Gesamtbild der Personalplanung am Standort Emden einfordern, auch in dieser Frage", sagte der Sprecher. Anfang März hatte die Ankündigung von VW, die Ende Mai auslaufenden Verträge von 250 Leiharbeitern nicht zu verlängern, für Bestürzung in der ostfriesischen Hafenstadt gesorgt. Volkswagen gehört in Emden zu den größten Arbeitgebern und beschäftigt mit der Passat-Produktion insgesamt bis zu 11.000 Menschen im Nordwesten.

Nun hatte die "Ostfriesen-Zeitung" berichtet, dass sich VW von 300 Werkvertragsarbeitern trennen wolle. "Diese Zahl können wir so nicht bestätigen", sagte eine VW-Sprecherin der Deutschen Presse-Agentur. Sie erklärte jedoch auch, dass heuer Projekte der VW-Tochter Autovision in Emden ausliefen. Wie viele Werkvertragsarbeiter davon betroffen sein könnten, lasse sich derzeit aber noch nicht sagen.

Anders als bei den Leiharbeitern, die auch Zeitarbeiter heißen, haben es Betriebsräte bei den Werkverträglern schwerer, einen Überblick zum Ist-Stand und zu den Planungen zu erhalten. Die Werkvertragsarbeiter laufen in der Regel nicht über die Personalabteilung; sie werden über den Einkauf gebucht. Dabei "kauft" der Betrieb gewissermaßen einzelne Leistungen und nicht - wie bei der Überlassung von geeigneten Leiharbeitern - qualifizierte Fachkräfte.

Die Werkverträge bergen in der deutschen Industrie seit Jahren Sprengstoff für die betriebliche Mitbestimmung und die Fairness in der Arbeitswelt. Oft wird die Werkvertragsarbeit mit niedrigen Löhnen und Bedingungen in Zusammenhang gebracht, die Firmen nutzen, um Geld zu sparen.

Der VW-Gesamtbetriebsratssprecher betonte: "Volkswagen hat eine Verantwortung für seine Standortregionen. Die gilt es einzuhalten."3

Wien (APA) - Die börsennotierte CA Immo bringt eine neue Unternehmensanleihe auf den Markt. Die Schuldverschreibung hat ein Volumen von 150 Mio. Euro und eine Laufzeit von 7,5 Jahren. Der fixe Kupon beträgt 1,875 Prozent, die Anleihe ist zu je 1.000 Euro gestückelt und kann von Privatanlegern vom 20. bis 25. September gezeichnet werden - vorbehaltlich eines früheren Zeichnungsschlusses, teilte die CA Immo mit.
 

Newsticker

CA Immo begibt neue 150 Mio. Euro Anleihe - Laufzeit 7,5 Jahre

Washington/Peking (APA/AFP) - Der Handelskrieg zwischen China und den USA eskaliert weiter: Als Antwort auf die von US-Präsident Donald Trump geplanten neuen Strafzölle hat Peking am Dienstag Vergeltungsmaßnahmen angekündigt. US-Importe im Gesamtwert von 60 Milliarden Dollar (51,41 Mrd. Euro) sollen mit Strafzöllen belegt werden, wie die Führung in Peking erklärte.
 

Newsticker

Handelskrieg zwischen China und den USA eskaliert weiter

Eisenach/Rüsselsheim (APA/dpa) - Wegen schwacher Nachfrage plant der Autobauer Opel in seinem Eisenacher Werk für den Oktober in größerem Umfang Kurzarbeit. Nach Informationen der Mainzer Verlagsgruppe VRM werden die Beschäftigten beider Schichten in dem Monat nur an 8 von 21 Arbeitstagen an den Bändern benötigt. An 13 Werktagen herrsche Kurzarbeit, wie die Zeitungen in ihren Mittwoch-Ausgaben berichten.
 

Newsticker

Opel plant Kurzarbeit im Werk Eisenach