Drei Modelle für Finanztransaktionssteuer in Diskussion

Die EU-Finanzminister jener elf Länder, darunter Österreich, die bei der Einführung einer Finanztransaktionssteuer in der EU voranschreiten, wollen sich am heutigen Montag in Brüssel auf drei mögliche Optionen einigen. Derzeit werde noch kein Modell von einem Land ausgeschlossen, hieß es in Ratskreisen in Brüssel.

Neben dem ursprünglichen Vorschlag der EU-Kommission, der ein breites Anwendungsgebiet vorsieht, gebe es auch Modelle für einen mittleren und für einen kleinen Anwendungsbereich. Die Frage sei nicht mehr, ob Derivate mit einbezogen werden, sondern wie viele und welche.

Die Finanzminister der elf Länder wollen sich am Montag vor Beratungen der Euro-Gruppe in Brüssel koordinieren. Inhaltlich liegen die Vorstellungen der elf Länder aber noch weit auseinander, wird von EU-Diplomaten betont. Im Juni wollen die elf Staaten zu einem Ergebnis kommen.

Die EU-Kommission hatte vorgeschlagen, Aktien und Anleihen mit 0,1 Prozent sowie Derivate mit 0,01 Prozent zu besteuern. Der zuletzt für Anfang 2016 anvisierte Starttermin für die Finanztransaktionssteuer scheint nicht mehr zu halten. Österreich - vertreten durch Finanzminister Hans Jörg Schelling (ÖVP) - hat bei dem Vorhaben von elf EU-Staaten, bei dem neben Deutschland auch Frankreich mitzieht, eine koordinierende Rolle.

Frankfurt/London/Brüssel (APA/Reuters) - Die Regierungskrise in Großbritannien hält Anleger von Engagements an den Aktienmärkten ab. Der Dax schloss am Freitag knapp im Minus mit 11.341 Punkten und auch der EuroStoxx50 gab auf 3184 Zähler nach. Auch die Wiener Börse hat knapp im Minus geschlossen. Der ATX fiel 1,01 Punkte oder 0,03 Prozent auf 3.134,10 Einheiten. Der US-Standardwerteindex Dow Jones kam ebenfalls kaum vom Fleck.
 

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Brexit-Chaos macht Anlegern weiter zu schaffen

Washington (APA/Reuters) - Die US-Notenbank Fed steuert laut ihrem Vizechef Richard Clarida auf einen Zinssatz zu, der die Konjunktur weder hemmt noch fördert. Sich auf einem solchen "neutralen" Niveau zu bewegen, sei sinnvoll, sagte der Währungshüter am Freitag dem Sender CNBC. Er sei nicht der Meinung, dass die Erhöhungen der Fed zu weit gingen oder zu schnell vollzogen würden.
 

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Vizechef der US-Notenbank für Zinserhöhungen mit Augenmaß

Rom (APA) - Der italienische Premier Giuseppe Conte plant ein Treffen mit EU-Kommissionspräsidenten Jean-Claude Juncker, um ihm zu erklären, warum Italien an seinem umstrittenen Haushaltsplan festhält. Anfang nächster Woche werde er Kontakt zu Juncker aufnehmen, berichtete Conte am Freitag im Gespräch mit Journalisten in Rom.
 

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Italien-Budget: Conte plant nächste Woche Treffen mit Juncker