Drei Millionen Österreicher sind ehrenamtlich tätig

Wien - "Freiwillige ehrenamtliche Arbeit hat in Österreich eine große Tradition. Fast die Hälfte der Bevölkerung ab 15 Jahren engagiert sich in irgendeiner Art ehrenamtlich", sagte Sozialminister Alois Stöger (SPÖ) am Montag bei einer Pressekonferenz anlässlich der in Wien stattfindenden Freiwilligenmesse. Etwa drei Millionen Österreicher sind laut dem Minister ehrenamtlich tätig.

Die Freiwilligenmesse findet am Montag und Dienstag am Campus der Wirtschaftsuniversität (WU) statt, dort informieren rund 60 Stände über Freiwilligenarbeit. Die Veranstaltung gibt es seit 2012, organisiert wird sie vom Verein Freiwilligenmesse. Nach Angaben von dessen Geschäftsführer Michael Walk wurden insgesamt über 25.000 Besucher verzeichnet, von denen rund 4.000 für ehrenamtliche Tätigkeiten gewonnen wurden. Das entspricht laut Walk mehr als einer Million ehrenamtliche Stunden.

Bei den 15- bis 29-Jährigen engagieren sich 43 Prozent freiwillig. Dazu zählen auch Tätigkeiten in Vereinen wie beispielsweise Musikkapellen und Sportclubs sowie Nachbarschaftshilfe. Die wichtigsten Tätigkeitsbereiche liegen dabei bei Sport und Bewegung, Rettungsdiensten und Umwelt.

"Je höher der Bildungsgrad, desto eher engagiert sich jemand freiwillig", sagte Eva More-Hollerweger, Bereichsleiterin NPOs und Zivilgesellschaft der WU. Ebenso würden eher Kinder freiwillig tätig, deren Eltern als positives Beispiel vorangingen. Auch das Interesse an Politik sei bei Jugendlichen, die sich ehrenamtlich engagieren, größer. Freiwilligenarbeit ist laut Edith Littich, Vizerektorin für Lehre der WU, ein Thema an der Universität. "Es ist wichtig, dass die Führungskräfte von morgen nicht nur Wissen, sondern auch soziale Fähigkeiten erlernen", sagte Littich.

Die WU hat 2010 das Projekt "Lernen macht Schule" ins Leben gerufen, bei dem Studenten mit Kindern, die von Caritas oder Rotem Kreuz betreut werden, gemeinsam schulisch arbeiten. Über 700 Studierende haben als "Lernbuddies" bereits 1.000 Kinder und Jugendliche in ihrem Schulalltag unterstützt. "Den Gedanken der Freiwilligenarbeit wollen wir noch mehr an die Schulen bringen", betonte Michael Walk. "Was wir in Österreich noch brauchen, sind die Rahmenbedingungen, Freiwillige müssen koordiniert und betreut werden."

More-Hollerweger sieht in der Freiwilligenarbeit junger Menschen die Bereitschaft, sich auch zukünftig zu engagieren, positive Effekte für das politische Interesse und den Umgang mit Menschen. "Man findet sich in einer Gemeinschaft eingebunden, schafft praktische Erfahrungen, die auch beruflich verwertbar sind", sagte Stöger.

Wien (APA) - Im Korruptionsprozess gegen Ex-Finanzminister Karl-Heinz Grasser (FPÖ/ÖVP), Walter Meischberger, Peter Hochegger und andere begab sich heute die Richterin auf die Spur einer Immobilieninvestmentvereinbarung zwischen Meischberger und dem mitangeklagten Makler Ernst Karl Plech. Die mit 2006 datierte Vereinbarung wurde laut Anklage erst im Herbst 2009 erstellt und unterschrieben.
 

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Grasser-Prozess - Richterin folgt Spur der Immoinvestvereinbarung

Wien (APA) - Die Kollektivvertragsverhandlungen der Metaller sind am Dienstag in die dritte Runde gegangen. Kurz vor Beginn der Gespräche bestätigte sich, dass die Fronten weiterhin verhärtet sind und am heutigen Verhandlungstag nicht mit einer Einigung zwischen Arbeitgebern und Arbeitnehmern zu rechnen sein dürfte. Für Freitag ist gegebenenfalls eine weitere Verhandlungsrunde angesetzt.
 

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Metaller-KV - Standpunkte in dritter Runde noch weit auseinander

Palo Alto (Kalifornien) (APA/dpa) - Der nach einer Klage wegen Marktmanipulation vereinbarte Vergleich zwischen Tesla-Chef Elon Musk und der US-Börsenaufsicht ist perfekt. Der zuständige Richter Alison Nathan stimmte dem Kompromiss am Dienstag in New York zu, wie aus Gerichtsdokumenten hervorgeht. Dabei hatte der Starunternehmer die Aufseher jüngst noch bei Twitter verspottet.
 

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Richter stimmt Einigung zwischen Tesla-Chef und Börsenaufsicht zu