Drei Jahre Haft für Ex-Leiter von vatikanischer Stiftung gefordert

Rom/Vatikanstadt (APA) - Vor einem Gericht im Vatikan hat die vatikanische Staatsanwaltschaft am Montag für den früheren Präsidenten der Stiftung der vatikanischen Kinderklinik "Bambin Gesu", Giuseppe Profiti, eine dreijährige Haftstrafe verlangt. Gefordert wurde auch eine Geldstrafe von 5.000 Euro, sowie Profitis lebenslange Amtsenthebung, berichteten italienische Medien.

Für den ehemaligen Schatzmeister Massimo Spina wurde der Freispruch wegen Mangel an Beweisen gefordert. Profiti und Spina stehen wegen Zweckentfremdung von Mitteln vor Gericht, die für das Krankenhaus bestimmt waren. Die beiden Angeklagten sollen Spendengelder der Stiftung auf illegale Weise verwendet haben, lautet der Verdacht. Damit soll unter anderem die Renovierung der Wohnung des ehemaligen vatikanischen Staatssekretärs, Kardinal Tarcisio Bertone, finanziert worden sein. Von den Renovierungsarbeiten soll ein mit den Angeklagten befreundeter Bauunternehmer profitiert haben.

Der Vatikan hatte im April 2016 Justizermittlungen wegen der Finanzierung von Bertones Wohnung eingeleitet. Diese richteten sich jedoch nicht gegen den Kardinal selbst, sondern gegen Profiti und Spina. Der Kardinal verwahrte sich gegen die Behauptung, er habe von dem Beitrag der Stiftung gewusst. Mit einem Urteil in dem seit Juli laufenden Verfahren ist am Samstag zu rechnen.

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Kundl/Langkampfen/Basel (APA) - Der Novartis-Konzern investiert 200 Mio. Euro in die beiden Produktionsstandorte im Tiroler Schaftenau und in Kundl (beide Bezirk Kufstein). Dies gab das Unternehmen am Donnerstag bekannt. Daniel Palmacci, Leiter der Novartis Produktionsbetriebe in Österreich, bezeichnete dies als "ein starkes Bekenntnis" der Zentrale in Basel in die Kompetenz und Qualität der Standorte in Tirol.
 

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