Drei Jahre Haft für Ex-Leiter von vatikanischer Stiftung gefordert

Rom/Vatikanstadt (APA) - Vor einem Gericht im Vatikan hat die vatikanische Staatsanwaltschaft am Montag für den früheren Präsidenten der Stiftung der vatikanischen Kinderklinik "Bambin Gesu", Giuseppe Profiti, eine dreijährige Haftstrafe verlangt. Gefordert wurde auch eine Geldstrafe von 5.000 Euro, sowie Profitis lebenslange Amtsenthebung, berichteten italienische Medien.

Für den ehemaligen Schatzmeister Massimo Spina wurde der Freispruch wegen Mangel an Beweisen gefordert. Profiti und Spina stehen wegen Zweckentfremdung von Mitteln vor Gericht, die für das Krankenhaus bestimmt waren. Die beiden Angeklagten sollen Spendengelder der Stiftung auf illegale Weise verwendet haben, lautet der Verdacht. Damit soll unter anderem die Renovierung der Wohnung des ehemaligen vatikanischen Staatssekretärs, Kardinal Tarcisio Bertone, finanziert worden sein. Von den Renovierungsarbeiten soll ein mit den Angeklagten befreundeter Bauunternehmer profitiert haben.

Der Vatikan hatte im April 2016 Justizermittlungen wegen der Finanzierung von Bertones Wohnung eingeleitet. Diese richteten sich jedoch nicht gegen den Kardinal selbst, sondern gegen Profiti und Spina. Der Kardinal verwahrte sich gegen die Behauptung, er habe von dem Beitrag der Stiftung gewusst. Mit einem Urteil in dem seit Juli laufenden Verfahren ist am Samstag zu rechnen.

Frankfurt/Wien (APA/Reuters) - Der Ausverkauf an den internationalen Börsen frisst die bisherigen Jahres-Zugewinne auch bei den US-Indizes auf: Der Dow Jones, der S&P 500 und der Nasdaq-Composite notieren allesamt unter ihren Schlussständen von Ende 2017. Der Dax und der EuroStoxx50 sind schon länger im negativen Bereich. Ihr bisheriges Jahresminus beläuft sich auf über 14 beziehungsweise elf Prozent.
 

Newsticker

Dow, S&P und Nasdaq geben Jahres-Zugewinne komplett ab

Dornbirn/Jennersdorf (APA) - Der Leuchtenhersteller Zumtobel schließt die Produktion seiner Komponententochter Tridonic in Jennersdorf im Burgenland. Mit der Reduktion des Personalstands werde ab März 2019 begonnen, bis November 2019 werden rund 90 Mitarbeiter ihren Arbeitsplatz verlieren, teilte das Unternehmen Dienstagnachmittag mit.
 

Newsticker

Zumtobel schließt Produktion in Jennersdorf: 90 Mitarbeiter betroffen

Frankfurt (APA/awp/sda/Reuters) - Die EZB-Aufsicht will Banken wegen Geldwäsche stärker unter die Lupe nehmen. Unter anderem werde ein Anti-Geldwäsche-Büro errichtet, kündigte die oberste EZB-Bankenaufseherin, Daniele Nouy, am Dienstag im Wirtschafts- und Währungsausschuss des EU-Parlaments an.
 

Newsticker

EZB plant stärkere Koordinierung im Kampf gegen Geldwäsche