Draghi hält sich Option für größere Geldspritzen offen

EZB-Präsident Mario Draghi hat seine Bereitschaft bekräftigt, zur Ankurbelung der Wirtschaft im Währungsraum die Geldschleusen notfalls noch weiter zu öffnen. Die Europäische Zentralbank werde - falls nötig - alle verfügbaren Instrumente innerhalb ihres Mandats nutzen, erklärte Draghi am Freitag auf der Jahrestagung des Internationalen Währungsfonds (IWF) und der Weltbank in Lima.

Insbesondere könne der Umfang, die Zusammensetzung und die Dauer des laufenden Anleihenkaufprogramms verändert werden. "Wir werden alle relevanten eingehenden Informationen sorgfältig prüfen", erklärte der Italiener. Der EZB bereitet derzeit vor allem die Konjunkturabkühlung in den Schwellenländern Sorge.

Die Währungshüter pumpen seit März mit dem Kauf von Staatsanleihen Woche für Woche Milliarden in das Finanzsystem, um Banken zur Vergabe von mehr Krediten an die Wirtschaft zu bewegen. Dadurch soll die Konjunktur gestärkt und die niedrige Inflation angeschoben werden. Im September waren die Preise in der Euro-Zone allerdings um 0,1 Prozent gefallen: Ziel der EZB ist aber eine Inflationsrate von knapp unter zwei Prozent. Die gesunkenen Preise hatten Befürwortern größerer EZB-Geldspritzen neue Munition geliefert. Insbesondere Bundesbank-Chef Jens Weidmann sieht dies aber kritisch.

Bregenz (APA) - Aufgrund von anhaltender Trockenheit mit einhergehendem Futter- und Wassermangel stehen in Vorarlberg verfrühte Almabtriebe im Raum. Diese versuche man durch die Zufuhr von Wasser und Heu zu verhindern, informierte der zuständige Landesrat Christian Gantner (ÖVP) am Freitag. Eine frühzeitige Rückkehr der Tiere ins Tal könnte die Situation in der Futterversorgung eklatant verschärfen, so Gantner.
 

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Große Trockenheit: In Vorarlberg stehen verfrühte Almabtriebe im Raum

London/Brüssel (APA/dpa) - Nur eineinhalb Monate vor dem EU-Austritt der Briten ist immer noch nicht sicher, ob die Sache einigermaßen glimpflich ausgeht. Und das liegt nicht nur am Londoner Regierungschaos.
 

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Beim Brexit sitzen beide in der Zwickmühle

Wien/Schwechat/Dublin (APA) - Eine erste Anhörung vor einem Londoner Gericht im Streit zwischen Ryanair und Lufthansa um neun geleaste Laudamotion-Flieger ist ohne Ergebnis zu Ende gegangen. Das Hauptverfahren beginnt erst im November, wie es am Freitagnachmittag von der Lufthansa zur APA hieß. Laudamotion und Ryanair gaben sich wortkarg und erklärten, das laufende Verfahren nicht kommentieren zu wollen.
 

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Gerichtsstreit um Laudamotion geht erst im November richtig los