Draghi hält sich Option für größere Geldspritzen offen

EZB-Präsident Mario Draghi hat seine Bereitschaft bekräftigt, zur Ankurbelung der Wirtschaft im Währungsraum die Geldschleusen notfalls noch weiter zu öffnen. Die Europäische Zentralbank werde - falls nötig - alle verfügbaren Instrumente innerhalb ihres Mandats nutzen, erklärte Draghi am Freitag auf der Jahrestagung des Internationalen Währungsfonds (IWF) und der Weltbank in Lima.

Insbesondere könne der Umfang, die Zusammensetzung und die Dauer des laufenden Anleihenkaufprogramms verändert werden. "Wir werden alle relevanten eingehenden Informationen sorgfältig prüfen", erklärte der Italiener. Der EZB bereitet derzeit vor allem die Konjunkturabkühlung in den Schwellenländern Sorge.

Die Währungshüter pumpen seit März mit dem Kauf von Staatsanleihen Woche für Woche Milliarden in das Finanzsystem, um Banken zur Vergabe von mehr Krediten an die Wirtschaft zu bewegen. Dadurch soll die Konjunktur gestärkt und die niedrige Inflation angeschoben werden. Im September waren die Preise in der Euro-Zone allerdings um 0,1 Prozent gefallen: Ziel der EZB ist aber eine Inflationsrate von knapp unter zwei Prozent. Die gesunkenen Preise hatten Befürwortern größerer EZB-Geldspritzen neue Munition geliefert. Insbesondere Bundesbank-Chef Jens Weidmann sieht dies aber kritisch.

Neuer Nestle-Chef präsentiert Strategie

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Wien (APA) - Der frühere Lobbyist und FPÖ-Politiker Walter Meischberger hält seine Anklage in der Causa Telekom Austria/Parteienfinanzierung für parteipolitisch motiviert und wehrt sich gegen den Vorwurf der Geldwäsche. Das geht laut einem Bericht des "Standard" (Wochenendausgabe) aus den "ergänzenden Ausführungen" seines Rechtsanwalts zum Einspruch gegen die Anklageschrift hervor.
 

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Telekom-Anklage: Meischberger wehrt sich gegen Geldwäschevorwurf

Berlin/Washington (APA/Reuters) - Der deutsche Wirtschaftsstaatssekretär Matthias Machnig hat nach Gesprächen in den USA die Hoffnung auf eine gütliche Beilegung der handelspolitischen Streitigkeiten zwischen beiden Ländern genährt. "Es gibt eine konstruktive Grundhaltung", sagte er am Freitag nach seinen Unterredungen mit hohen Vertretern der US-Regierung und der Wirtschaft.
 

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Deutscher Politiker: Entspannter im Handelsstreit mit USA