Draghi hält sich Option für größere Geldspritzen offen

EZB-Präsident Mario Draghi hat seine Bereitschaft bekräftigt, zur Ankurbelung der Wirtschaft im Währungsraum die Geldschleusen notfalls noch weiter zu öffnen. Die Europäische Zentralbank werde - falls nötig - alle verfügbaren Instrumente innerhalb ihres Mandats nutzen, erklärte Draghi am Freitag auf der Jahrestagung des Internationalen Währungsfonds (IWF) und der Weltbank in Lima.

Insbesondere könne der Umfang, die Zusammensetzung und die Dauer des laufenden Anleihenkaufprogramms verändert werden. "Wir werden alle relevanten eingehenden Informationen sorgfältig prüfen", erklärte der Italiener. Der EZB bereitet derzeit vor allem die Konjunkturabkühlung in den Schwellenländern Sorge.

Die Währungshüter pumpen seit März mit dem Kauf von Staatsanleihen Woche für Woche Milliarden in das Finanzsystem, um Banken zur Vergabe von mehr Krediten an die Wirtschaft zu bewegen. Dadurch soll die Konjunktur gestärkt und die niedrige Inflation angeschoben werden. Im September waren die Preise in der Euro-Zone allerdings um 0,1 Prozent gefallen: Ziel der EZB ist aber eine Inflationsrate von knapp unter zwei Prozent. Die gesunkenen Preise hatten Befürwortern größerer EZB-Geldspritzen neue Munition geliefert. Insbesondere Bundesbank-Chef Jens Weidmann sieht dies aber kritisch.

Wien (APA) - Die tschechische Sazka-Gruppe hat vom Bankhaus Schellhammer & Schattera Anteile an der Casinos Austria AG (CASAG) übernommen und ihre Beteiligung damit auf 38,29 Prozent aufgestockt. Der seit längerem bekannte Schritt sei formal abgeschlossen, teilte Sazka am Freitagnachmittag mit.
 

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Sazka hält nun 38,29 Prozent an Casinos Austria

Wien (APA) - Der "Kurier" nennt Details zum Abschlussbericht der "Soko Meinl" zu den Ermittlungen im Anlageskandal rund um die Meinl European Land (MEL) des Bankers Julius Meinl. "Vorbehaltlich gutachterlicher Feststellungen beträgt dem Verdacht nach der Schaden am effektiven Vermögen der Aktionäre (...) 1,69 Milliarden Euro", heißt es im Abschlussbericht, so "kurier.at" Freitagabend.
 

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Causa Meinl European Land - Anlegerschaden von 1,69 Mrd. Euro

London (APA/awp/sda) - Die Billigfluglinie Easyjet zeigt sich im Streit mit der Gewerkschaft SSP/VPOD gelassen. Man habe die Anliegen der Gewerkschaft zur Kenntnis genommen, teilte die Airline am Freitag als Reaktion auf ein Communiqué von deren Seite mit.
 

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Easyjet in Streit mit Gewerkschaft gelassen