EZB-Chef Draghi: Gute Vorzeichen für weiteres Wachstum

Straßburg/Frankfurt (APA) - EZB-Präsident Mario Draghi sieht gute Vorzeichen für weiteres Wachstum in der Eurozone. Bei einer Debatte im EU-Parlament in Straßburg über die Umsetzung der Geldpolitik durch die EZB sagte Draghi Montagabend, die Bandbreite der Wachstumsraten in den einzelnen Ländern und Branchen sei so gering wie seit 20 Jahren nicht mehr.

So habe es in mehr als 85 Prozent der Branchen im Währungsgebiet positive Wachstumsraten gegeben. Vorher seien es durchschnittlich lediglich 47 Prozent gewesen. Auch die Beschäftigung nehme zu und die Arbeitslosenrate sinke.

Darüber hinaus habe sich seit der Finanzkrise der Zustand der Banken deutlich verbessert. Allerdings seien die Kredite nicht übermäßig gewachsen. Die Kreditströme lägen noch weit hinter dem Vorkrisen-Niveau. Von einer Kreditblase könne keine Rede sein. Jedenfalls habe die Währungspolitik der EBZ positiven Einfluss auf die Kreditqualität bei Banken und Haushalten gehabt.

Zum Brexit merkte Draghi an, die EZB bereite sich vor, dass Störungen beim Übergang von heutigem zum neuen Zustand vermieden werden. Vor allem gehe es darum, solche Störungen hintanzuhalten, wenn es zu keiner Vereinbarung mit Großbritannien kommen sollte.

Zur Inflation stellte Draghi fest, dass das Inflationsziel von knapp unter zwei Prozent erreichbar sein werde.

Frankfurt/Wien (APA/Reuters) - Der Ausverkauf an den internationalen Börsen frisst die bisherigen Jahres-Zugewinne auch bei den US-Indizes auf: Der Dow Jones, der S&P 500 und der Nasdaq-Composite notieren allesamt unter ihren Schlussständen von Ende 2017. Der Dax und der EuroStoxx50 sind schon länger im negativen Bereich. Ihr bisheriges Jahresminus beläuft sich auf über 14 beziehungsweise elf Prozent.
 

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Dow, S&P und Nasdaq geben Jahres-Zugewinne komplett ab

Dornbirn/Jennersdorf (APA) - Der Leuchtenhersteller Zumtobel schließt die Produktion seiner Komponententochter Tridonic in Jennersdorf im Burgenland. Mit der Reduktion des Personalstands werde ab März 2019 begonnen, bis November 2019 werden rund 90 Mitarbeiter ihren Arbeitsplatz verlieren, teilte das Unternehmen Dienstagnachmittag mit.
 

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Zumtobel schließt Produktion in Jennersdorf: 90 Mitarbeiter betroffen

Frankfurt (APA/awp/sda/Reuters) - Die EZB-Aufsicht will Banken wegen Geldwäsche stärker unter die Lupe nehmen. Unter anderem werde ein Anti-Geldwäsche-Büro errichtet, kündigte die oberste EZB-Bankenaufseherin, Daniele Nouy, am Dienstag im Wirtschafts- und Währungsausschuss des EU-Parlaments an.
 

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EZB plant stärkere Koordinierung im Kampf gegen Geldwäsche