Draghi: Europas Banken stabiler als zur Zeit der Lehman-Pleite

Frankfurt am Main (APA/dpa) - Strengere Regeln und engere Überwachung haben Europas Banken seit der Lehman-Pleite vor zehn Jahren nach Ansicht von EZB-Chef Mario Draghi widerstandsfähiger gemacht. "Alles in allem sind Banken heute stabiler", stellte der Präsident der Europäischen Zentralbank (EZB) am Donnerstag in Frankfurt fest. "Können wir deswegen selbstzufrieden sein? Nein."

Viele Risiken seien in die Welt der Schattenbanken abgewandert. Dort müssten Aufseher und Regulatoren genauer hinschauen. Als Schattenbanken gelten Akteure an den Finanzmärkten, die bankähnliche Funktionen wahrnehmen, aber keine Banken sind und somit nicht der Regulierung für Kreditinstitute unterliegen.

Am 15. September 2008 hatte die Insolvenz der US-Investmentbank Lehman Brothers die Finanzwelt schockiert. Banken trauten sich nicht mehr über den Weg, etliche Institute kamen ins Straucheln. In höchster Not stabilisierten Staaten mit Hilfen in Milliardenhöhe sowie Zentralbanken mit einer Flut billigen Geldes die Lage.

Bestrebungen wie in den USA, die seit der Finanzkrise verschärften Regeln für Banken wieder aufzuweichen, sehe er in Europa nicht, sagte Draghi: "In der Europäischen Union sehen wir diese Gefahr nicht."

London (APA/Reuters/dpa) - Einen Tag nach dem von Konfrontation geprägten EU-Gipfel in Salzburg hat die britische Premierministerin Theresa May Härte demonstriert und von Brüssel neue Brexit-Vorschläge gefordert. Die Verhandlungen seien in einer Sackgasse. "Ich habe die EU immer mit Respekt behandelt. Großbritannien erwartet dasselbe", sagte May in ungewöhnlich scharfen Worten am Freitag in London.
 

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May demonstriert nach EU-Gipfel Härte in Brexit-Gesprächen

Wien/Stuttgart (APA) - "Wir müssen ein anderes Denken üben", so der Appell von Eckhard Minx, Zukunftsforscher und Vorstandssprecher der "Daimler und Benz Stiftung" beim heutigen "Deutsch-Österreichischen Technologieforum" in Wien. Die Menschen hätten das "Trugbild der Beständigkeit" im Kopf, dabei stehe die Gesellschaft vor einem grundsätzlichen Wandel. "Digitalisierung ist so was wie ein Tsunami", so Minx.
 

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Zukunftsforscher: "Digitalisierung ist so was wie ein Tsunami"

Wien (APA) - Zahlreiche Missstände hat der Rechnungshofbericht zur bereits aufgelösten Bundesanstalt für Verkehr (BAV) zutage gebracht. Nachdem der RH die Staatsanwaltschaft eingeschaltet hat, wird gegen drei Beschuldigte wegen Amtsmissbrauch und Untreueverdacht ermittelt. So sollen Millionen zu viel überwiesen worden sein, knapp 350.000 Euro ohne Gegenleistung gezahlt und Untersuchungsberichte nie veröffentlicht worden sein.
 

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Bundesanstalt für Verkehr: Amtsmissbrauch- und Untreueverdacht