Douglas treibt Verkauf von Buchhändler Thalia voran

Frankfurt/Hagen - Der deutsche Einzelhandelskonzern Douglas macht mit dem Verkauf seiner Buchhandelskette Thalia ernst. Die australische Investmentbank Macquarie habe den Auftrag bekommen, den Prozess zu organisieren, sagten zwei mit den Plänen vertraute Personen am Mittwoch der Nachrichtenagentur Reuters.

Damit dürfte feststehen, dass die zweitgrößte deutsche Buchladen-Kette nicht mehr Teil von Douglas ist, wenn das Unternehmen an die Börse zurückkehrt. Der Börsengang als reine Parfümerie-Kette sei derzeit für die zweite Jahreshälfte 2015 geplant, sagten die Insider, voraussichtlich erst nach der Sommerpause. Die Pläne dafür hätten sich etwas verzögert.

Der Finanzinvestor Advent und die Großaktionärsfamilie Kreke hatten Douglas im vergangenen Jahr von der Börse genommen und damit begonnen, den Konzern umzubauen. Das Parfümerie-Geschäft war mit einem Zukauf in Frankreich gestärkt worden. Der Süßwarenhändler Hussel - die Wurzel des Unternehmens - und der Schmuckhändler Christ sind an Finanzinvestoren verkauft worden. Neben Thalia gehört auch noch der Modehändler AppelrathCüpper zum Unternehmen. Douglas-Chef Henning Kreke hatte kürzlich gesagt, man prüfe ergebnisoffen alle Optionen und hätte "nichts dagegen, an die Börse zurückzukehren".

Advent, Douglas und Macquarie wollten sich nicht zu den Informationen äußern.

Siemens liefert den ÖBB zur Verwendung ab 2022 neue Züge. Der Rahmenvertrag dazu war im Juli bekanntgeworden, nun sind alle Einspruchsfristen abgelaufen und der Deal ist fixiert. Bis zu 700 Waggons für die Personenbeförderung im Wert von bis zu 1,5 Mrd. Euro können die ÖBB in dem Vertrag abrufen. Gebaut werden die Wagen im Siemens-Werk in Wien.
 

Newsticker

Neue Siemens Züge für ÖBB ab 2022 in Betrieb

Eine schwache Nachfrage nach Graphikkarten für die Erzeugung von Kryptowährungen wie Bitcoin stimmt den US-Konzern Nvidia vorsichtig. Der Umsatz im laufenden Quartal werde wohl bei 3,25 Mrd. Dollar (2,9 Mrd. Euro), plus/minus zwei Prozent, und damit unter den von Analysten im Schnitt geschätzten 3,34 Milliarden liegen, teilte das Unternehmen am Donnerstag mit.
 

Newsticker

Chiphersteller Nvidia steigerte Umsatz

Mehr als 1.000 Mitarbeiter von Google haben in einem Brief Bedenken gegen die Rückkehr des Suchmaschinen-Giganten nach China angemeldet. Die zensierte Suchmaschine mit dem Projektnamen "Dragonfly" (Libelle) werfe "dringende moralische und ethische Fragen auf", zitierte das US-Portal "The Intercept" am Donnerstag aus dem Schreiben an die Konzernführung, in dem auch mehr Informationen zu den Plänen gefordert werden.
 

Newsticker

Protestbrief: Mitarbeiter von Google hinterfragen China-Pläne