Dorotheum kauft UniCredits Pfandhaus: Gewerkschaft protestiert

Rom/Mailand/Wien (APA) - Die italienischen Gewerkschaften reagieren kritisch auf den Beschluss der Bank-Austria-Mutter Unicredit, dem Wiener Dorotheum sein Pfandhaus "Monte di Pieta" zu verkaufen. Das aus dem 17. Jahrhundert stammende Pfandhaus "Monte di Pieta" mit Sitz in Rom sei mit seinen 35 Filialen ein rentables Geschäft und spiele eine strategische Rolle im Bereich Mikrokredit in Italien.

Die Gewerkschaften bemängelten in einer Presseaussendung, dass das Pfandhaus verkauft worden sei, ohne sie und die Arbeitnehmer zu informieren. Gerüchte über UniCredits Pläne zur Veräußerung des Pfandhauses kursierten bereits seit Monaten. Die Gewerkschaften erklärten sich über negative Auswirkungen auf die Arbeitsplätze besorgt.

Während der langen Phase der Wirtschaftskrise sei das Pfandhaus im Kampf gegen Wucher und illegale Finanzierungsformen besonders wichtig gewesen. Das Pfandhaus ermögliche einen transparenten und geregelten Kreditzugang für Personen, die wegen vorübergehenden Schwierigkeiten liquide Mittel benötigen.

"Die antike Funktion des Pfandhauses hat sich in der Zeit nicht geändert. Seine Kunden sind heute nicht mehr Bürger am Rande der Gesellschaft, sondern Arbeitnehmer, Familien, Kleinunternehmer und Kaufleute, die Kredite brauchen", hieß es in der Presseaussendung.

UniCredit, die im März eine Kapitalerhöhung von 13 Milliarden Euro zur Stärkung seiner Kapitaldecke unter Dach und Fach gebracht hat, hat sich zuletzt von mehreren Assets getrennt, wie etwa Beteiligungen an der polnischen Pekao-Bank und der Online-Bank Fineco. Zudem trennte sich UniCredit vom Vermögensverwalter Pioneer.

Brüssel (APA/AFP) - Die EU-Kommission wappnet sich für die Verhängung möglicher Gegenzölle auf US-Produkte, falls die Europäische Union nicht von US-Strafzöllen auf Stahl und Aluminium ausgenommen wird. Am Freitag informierte die Brüsseler Behörde offiziell die Welthandelsorganisation WTO darüber, dass sie zur Verhängung von Gegenmaßnahmen bereit sei, wie die Kommission mitteilte.
 

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EU meldet Vergeltungszölle gegen USA bei WTO an

Tokio (APA/Reuters) - Japan will die US-Zölle auf Stahl und Aluminium unter Umständen nicht hinnehmen. Man behalte sich das Recht vor, Gegenmaßnahmen zu ergreifen, erklärte das Außenministerium am Freitag in Tokio. Demnach wurde auch die Welthandelsorganisation darüber informiert. Eine Umsetzung der Gegenmaßnahmen hänge von weiteren Schritten der USA und ihre potenziellen Auswirkungen auf japanische Firmen ab.
 

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Japan erwägt Maßnahmen gegen US-Zölle auf Stahl und Aluminium

Wien/Valletta (APA) - Malta ist neben Gibraltar die europäische Hochburg für Online-Glücksspiel. Fast 300 Online-Casinos und -Wettfirmen sind auf der Insel registriert und bedienen von dort aus Kunden in allen EU-Staaten. Die maltesische Glücksspielbehörde überwacht den Sektor aber kaum, er ist seit langem im Griff der italienischen Mafia.
 

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Digitale Glücksspielhochburg Malta im Griff der italienischen Mafia