Doppelt satt: Wiener Wirte starten "Essen für die Gruft Challenge"

Wien (APA) - Ice Bucket war gestern, nun kommt die "Essen für die Gruft Challenge". Ähnlich wie die Eiskübel-Aktion (bei der Spenden für die Nervenkrankheit ALS gesammelt wurden, Anm.) werden in Wien nun Gastronomen nominiert, die sich in den Dienst der guten Sache stellen können. Aufgefordert zum Mitmachen sind Wirte, die Erlöse der Caritas-Obdachloseneinrichtung Gruft spenden.

Die Idee stammt vom Betreiber des Szenelokals Hawidere in Fünfhaus, Bertl Windisch. Er lädt seit Jahren regelmäßig zu einem Aktionstag in sein Beisl. Der komplette Erlös aller Burger, die an diesem Tag verkauft werden, geht an die Gruft in Wien-Mariahilf. Nun gibt er die Staffel weiter, wie er bei einem Pressetermin in der Hilfseinrichtung am Donnerstag sagte. Nächstes Lokal in der Challenge ist die Völlerei am Yppenplatz.

Die teilnehmenden Gastronomen können zeitlich begrenzt Unterstützungsaktionen durchführen, also etwa um Spenden bitten oder "Gruft-Menüs" anbieten. Die teilnehmenden Wirte nominieren dann jeweils den nächsten. "In der Gruft sehen wir: Obdachlosigkeit gibt es an 365 Tagen im Jahr. Wir hoffen daher, dass diese Aktion 365 Tage lang nicht abreißt. Das Schöne an dieser Challenge: Die Hilfe macht doppelt satt - die Gäste in den Lokalen, Wirts- und Kaffeehäusern, aber auch jene Gäste, die sich kein Essen leisten können, und die Tag für Tag zu uns in die Gruft kommen", zeigte sich der Wiener Caritas-Generalsekretär Klaus Schwertner erfreut. In der Gruft wurden laut Caritas im Vorjahr 127.600 warme Mahlzeiten ausgegeben - so viele wie noch nie zuvor.

Wien/Linz (APA) - Der 50. Verhandlungstag im Korruptionsprozess gegen Ex-Finanzminister Karl-Heinz Grasser (FPÖ/ÖVP) und andere verlief heute äußerst zäh. Nachdem Richterin Marion Hohenecker die Befragung von Grasser abgeschlossen hatte, war die Anklagebehörde am Wort - im wahrsten Sinne des Wortes, denn der Ex-Minister machte von seinem Recht auf Entschlagung Gebrauch und beantwortete so gut wie keine Frage.
 

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Grasser-Prozess - 50. Tag im Zeichen des Schweigens

Düsseldorf (APA/Reuters) - Der tschechische Milliardär Daniel Kretinsky baut seinen Anteil am Handelsriesen Metro aus. Er ließ am Donnerstag aber offen, ob er damit auf ein Übernahmeangebot für den Düsseldorfer Konzern zusteuert. Dies hänge auch daran, wie sich die Beziehungen zur Metro-Spitze gestalteten und ob er und sein Investment-Partner Patrik Tkac die "zukünftige Entwicklung zielgerichtet unterstützen können".
 

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Milliardär Kretinsky hält nach Metro-Aktienkauf Karten bedeckt

Dublin/Brüssel (APA/dpa) - Die Anteilseigner von Europas größtem Billigflieger Ryanair haben bei ihrer Hauptversammlung der Führungsspitze einen Denkzettel verpasst. Zwar wählten die Aktionäre den Verwaltungsratsvorsitzenden David Bonderman und Unternehmenschef Michael O'Leary wieder - Bonderman bekam jedoch nur 70,5 Prozent Zustimmung. O'Leary erzielte immerhin 98,5 Prozent.
 

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Anleger wählen Ryanair-Führungsspitze trotz Turbulenzen wieder