Dollar und Ölpreise strapazieren US-Wirtschaft

Washington (APA/Reuters) - Der starke Dollar und der Ölpreisverfall belasten die US-Konjunktur, erklärt die US-Notenbank Fed im Konjunkturbericht. Die beiden Faktoren haben die Verbesserungen am Arbeitsmarkt und bei den Konsumausgaben zunichtegemacht.

In neun von zwölf US-Distrikten hat die Wirtschaftsaktivität zwischen Ende November und Anfang Jänner zugelegt. Während die Ausgaben der Verbraucher in den meisten Distrikten leicht bis moderat anzogen und es an den Arbeitsmärkten weiter aufwärts ging, sah es bei der Industrie nicht so gut aus. Der starke Dollar belastet die Nachfrage, heißt es in dem Bericht der Fed.

Der Energiesektor hat derzeit wegen der niedrigen Ölpreise zu kämpfen. Der milde Winter habe beispielsweise in Cleveland und Kansas den ohnehin hohen Öl- und Gasbestand weiter ansteigen lassen und damit den Druck auf die Preise erhöht. Die Hälfte der Distrikte geht dennoch weiter von einer weitgehend positiven Entwicklung der US-Wirtschaft aus.

Die Fed hatte im Dezember den Leitzins erstmals seit fast zehn Jahren erhöht und damit ihre Geldpolitik an die wieder rund laufende Konjunktur angepasst. Der Arbeitsmarkt boomte zuletzt so stark, dass in einem Monat fast 300.000 neue Jobs entstanden. Vollbeschäftigung ist mit einer Erwerbslosenquote von 5,0 Prozent annähernd erreicht. Das Führungspersonal der Notenbank denkt daher bereits laut darüber nach, wie viele Zinsschritte dieses Jahr noch folgen sollen. Laut Fed-Vizechef Stanley Fischer könnten es bis zu vier werden. Angesichts der abflauenden Weltkonjunktur mahnt der Chef der Fed von Boston, Eric Rosengren, jedoch zur Vorsicht. Falls auch die US-Wirtschaft an Fahrt einbüße, werde die US-Notenbank womöglich behutsamer vorgehen müssen.

Ankara/Washington/Genf (APA/dpa) - Auf Drängen Ankaras soll sich die Welthandelsorganisation (WTO) mit den US-Strafzöllen auf Stahl und Aluminium aus der Türkei befassen. Ein entsprechender Antrag zu einem Streitschlichtungsverfahren sei eingegangen, teilte die WTO am Montag mit. Zunächst haben beide Seiten 60 Tage Zeit, miteinander zu reden. In dem Handelskonflikt fahren Ankara und Washington einen harten Kurs.
 

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Türkei bringt Zollstreit mit den USA vor die WTO

Caracas (APA/dpa) - Mit einer ganzen Reihe von Reformen will die Regierung Venezuelas die schwere Wirtschaftskrise beilegen. Angesichts der Hyperinflation werden fünf Nullen aus der Landeswährung gestrichen. Aus einer Million Bolívar fuerte (starker Bolívar) werden ab Montag 10 Bolívar soberano (souveräner Bolívar). Zudem soll der Bolívar künftig an die neue Kryptowährung Petro gekoppelt sein.
 

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Venezuela will Wirtschaftskrise mit Reformen beilegen

München/Berlin (APA/dpa) - Der deutsche Fernbusanbieter Flixbus klagt die Deutsche Bahn wegen der Darstellung seiner Züge im Internet. "Bereits im Juli haben wir Klage eingereicht, weil Flixtrain auf bahn.de nur lückenhaft abgebildet wird", teilte Geschäftsführer André Schwämmlein am Montag auf Anfrage einen Bericht des "Manager Magazin".
 

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Flixtrain klagt Deutsche Bahn wegen Internetübersicht