Dokument: Datenbank der US-Börsenaufsicht anfällig für Hackerangriffe

Washington (APA/Reuters) - Die US-Börsenaufsicht SEC ist bei einer internen Prüfung auf Schwachstellen bei einer ihren zentralen Datenbanken gestoßen, die das System zum Zusammenbruch bringen könnten. Es handelt sich um die Datenbank Edgar, wie aus einem am 22. September verschickten Memo hervorgeht, das die Nachrichtenagentur Reuters einsehen konnte.

Dort werden Millionen von Unternehmensmitteilungen gesammelt, darunter potenziell marktbewegende Informationen wie Quartalsberichte und Fusionspläne. Edgar ist dem Memo zufolge unter anderem für bestimmte Hackerangriffe anfällig, bei denen ein System mit Anfragen überschwemmt wird, bis es vollkommen überlastet ist. Aber auch ein unabsichtlicher Fehler eines Unternehmens oder das Einreichen eines großen Dokuments, das als ungültig erkannt werde, könnten Edgar in die Knie zwingen.

Die Börsenaufsicht lehnte eine Stellungnahme ab. Das Ergebnis der internen Untersuchung dürfte aber Bedenken schüren, ob die SEC sich ausreichend auf potenzielle Bedrohungen durch Cyber-Kriminelle vorbereitet hat. Erst im September musste sie einräumen, Opfer eines Hackerangriffs geworden zu sein, der weitreichende Folgen haben könnte. Auch damals ging es um Edgar. Hackern gelang es, die Datenbank zu knacken und sich so Zugriff auf vertrauliche Firmeninformationen zu verschaffen, die nach Angaben der SEC Insiderhandel ermöglichten.

Washington (APA/Reuters) - Die US-Notenbank Fed steuert laut ihrem Vizechef Richard Clarida auf einen Zinssatz zu, der die Konjunktur weder hemmt noch fördert. Sich auf einem solchen "neutralen" Niveau zu bewegen, sei sinnvoll, sagte der Währungshüter am Freitag dem Sender CNBC. Er sei nicht der Meinung, dass die Erhöhungen der Fed zu weit gingen oder zu schnell vollzogen würden.
 

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Vizechef der US-Notenbank für Zinserhöhungen mit Augenmaß

Rom (APA) - Der italienische Premier Giuseppe Conte plant ein Treffen mit EU-Kommissionspräsidenten Jean-Claude Juncker, um ihm zu erklären, warum Italien an seinem umstrittenen Haushaltsplan festhält. Anfang nächster Woche werde er Kontakt zu Juncker aufnehmen, berichtete Conte am Freitag im Gespräch mit Journalisten in Rom.
 

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Italien-Budget: Conte plant nächste Woche Treffen mit Juncker

Brüssel (APA) - Unter österreichischem EU-Vorsitz zeichnet sich keine Einigung der EU-Staaten mehr über die geplante Aufstockung der EU-Grenzschutzagentur Frontex bis 2020 auf 10.000 Mann ab. Der EU-Vorsitz sieht dem Vernehmen nach für Dezember keine formale Einigung der EU-Innenminister mehr vor.
 

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Keine Einigung für Frontex-Aufstockung unter Österreichs EU-Vorsitz