Do&Co für passende Zukäufe offen - Mehr Umsatz, weniger Nettogewinn

Der börsennotierte heimische Caterer Do&Co von Attila Dogudan hält sich für weitere Zukäufe bereit. Sollten sich passende Akquisitionsziele ergeben, wird Do&Co diese evaluieren, schreibt das Unternehmen in seinem Quartalsbericht. Im ersten Quartal 2015/16 legte Do&Co beim Umsatz um ein Fünftel zu. Der Nettogewinn sank, weil voriges Jahr ein Sonderertrag angefallen war.

Im Juli 2014 hatte Do&Co mit dem Kauf des französischen Luxus-Lebensmittelhändlers Hediard für Aufsehen gesorgt. Weil Hediard am Place de la Madeleine in Paris aber gerade umgebaut wird, fehlten im ersten Quartal von dort Umsätze. Auch das Railwaycatering (Speisewagenbetrieb, Waggon-Catering) belastete in der Restaurant/Hotelsparte die Margen, während sich Restaurants, Cafes, Airportgastronomie und Retail sonst gut entwickelten, schrieb die Firma am Donnerstag.

18,4 (Vorjahr: 20) Prozent des gesamten Quartalsumsatzes von Do & Co stellten die Restaurants, Lounges und Hotels. In der Sparte wurden 41,96 (37,8) Mio. Euro umgesetzt. Beim Betriebsergebnis wurden in der Division aber gerade noch schwarze Zahlen geschrieben, das Ebit wurde mit 0,05 (Vorjahresquartal: 1,55) Mio. Euro beziffert.

Nach wie vor mit Abstand umsatzstärkste Sparte ist mit 65,6 (66) Prozent das Airline-Catering. In diesem volatilen und "preissensitiven" Feld hat Do&Co in den ersten drei Monaten des laufenden Geschäftsjahrs den Umsatz um fast 20 Prozent auf 149,7 Mio. Euro gesteigert. Der Spartenbetriebsgewinn stieg um ein Viertel auf 10,9 Mio. Euro.

Viele Airlines haben in den letzten Jahren beim Essen an Bord gespart. Laut Do&Co stellt sich immer mehr heraus, dass den Fluglinien ein gutes Produkt wichtiger wird "und daher mehr Fluglinien ihre Strategie überdenken", also wieder ins kulinarische Angebot an Bord investierten.

Innerhalb der Konzernsparten am stärksten gewachsen ist im Quartalsvergleich das Geschäft mit dem internationalen Eventcatering (Formel 1, Tennis-/Fußballturniere etc.). Der Umsatz stieg hier um 37,3 Prozent auf 36,4 Mio. Euro. Damit stieg der Anteil am Konzernumsatz von 14 auf 16 Prozent. Das Ebit der Eventcatering-Sparte legte um mehr als die Hälfte zu, auf 1,94 Mio. Euro.

In Summe sind bei Do&Co die Umsätze im ersten Quartal (April bis Juni 2015) um 20,4 Prozent auf 228,05 Mio. Euro angestiegen. Das Betriebsergebnis Ebit lag mit 12,9 Mio. Euro um 12,1 Prozent höher als vor einem Jahr.

Dagegen wird das Konzernergebnis zum Quartalsende mit 6,41 Mio. Euro um 29,6 Prozent geringer ausgewiesen. Grund: Voriges Jahr hatte der Caterer eine Million eigener Aktien zu Preisen deutlich unter dem damals aktuellen Kurs gekauft. Dieses Finanzgeschäft (Total Return Equity Swap) brachte einen Einmalertrag von 3,4 Mio. Euro, der im ersten Quartal des Vorjahres das Ergebnis aufgebessert hatte. Bereinigt um den Effekt läge das Nettoergebnis heuer somit höher, heißt es bei Do&Co.

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